Sprüche über Gefahr
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Gefahr gehört zu jenen Erfahrungen, in denen das Leben plötzlich seine Verletzlichkeit zeigt. Sie kann von außen drohen oder aus menschlichem Leichtsinn, Machtstreben und Selbstüberschätzung entstehen und zwingt dazu, genauer hinzusehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nie nur düster, sondern auch klärend.
Wo Gefahr erkannt wird, treten Mut, Vorsicht und Urteilskraft zugleich hervor. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie schmal der Abstand zwischen Sicherheit und Bedrohung oft ist und warum Wachsamkeit nicht Angst bedeuten muss, sondern ein Ausdruck verantwortlicher Nüchternheit sein kann.
Hüte dich, alles, was du besitzest, als dein Eigentum zu betrachten!
— Benjamin Franklin
Wenn jemand dir die Stiefelsohlen leckt, setze den Fuß auf ihn, bevor er anfängt, dich zu beißen.
— Paul Valéry
Wer sich selber lobt, findet schnell seine Spötter.
— Publius Syrus
Aus zuviel Liebe wird leicht hundertfacher Hass.
Die Auswirkungen der Medizin stellen eine der am schnellsten sich ausbreitenden Seuchen unserer Zeit dar
— Hippokrates von Kós
Mit einem wilden Löwen ist es leichter, dauerhaft Freundschaft zu halten, als mit einem Menschen, der neugierig ist.
Kinder, lernt nicht, sonst müsst ihr später arbeiten!
— Heinrich Zille
Der gefährlichste Gegner der Kraft ist die Schwäche.
— Hugo von Hofmannsthal
Das Geheimnis, die größte Freude am Leben zu finden, ist gefährlich zu leben!
— Friedrich Nietzsche
Wer schnell entschlossen ist, der strauchelt leicht.
— Sophokles
In dieser Welt gibt's immer Gefahren für die, die sich fürchten
— George Bernard Shaw
Trinke nicht Wasser aus einer schmutzigen Quelle, ruhe nicht im Schatten eines giftigen Baumes.
Eines Mannes Tugend erprobt allein die Stunde der Gefahr.
— Friedrich von Schiller
Grundsätzlich verlogene Menschen sind ungefährlich. Gefährlich sind nur Lügner, die manchmal die Wahrheit sagen.
— George Bernard Shaw
Die Mitgift, die eine Frau ins Haus bringt, ist eine Glocke: So oft du daran vorbeigehst, schlägt dir der Klöppel ins Gesicht.
Die bestverschlossene Tür ist die, welche man offenlassen kann.
Das Schicksal macht nie einen König matt, ehe es ihm Schach geboten hat.
— Ludwig Börne
Schon die Freundschaft ist gefährlich; aber die Ehe ist noch gefährlicher, denn die Frau ist und bleibt das Verderben des Mannes, wenn er ein dauerndes Verhältnis mit ihr eingeht.
— Sören Kierkegaard
Wer mit der Sünde spielt, mit dem spielt die Sünde.
— Claus Harms
Nimm dich vor Heuchelei der stillen Leut' in Acht! Am tiefsten ist ein Fluss, der kein' Geräusche macht.
— Martin Opitz