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Sprüche über Gefahr

532 Sprüche — Seite 24

Gefahr gehört zu jenen Erfahrungen, in denen das Leben plötzlich seine Verletzlichkeit zeigt. Sie kann von außen drohen oder aus menschlichem Leichtsinn, Machtstreben und Selbstüberschätzung entstehen und zwingt dazu, genauer hinzusehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nie nur düster, sondern auch klärend.

Wo Gefahr erkannt wird, treten Mut, Vorsicht und Urteilskraft zugleich hervor. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie schmal der Abstand zwischen Sicherheit und Bedrohung oft ist und warum Wachsamkeit nicht Angst bedeuten muss, sondern ein Ausdruck verantwortlicher Nüchternheit sein kann.

  1. Angst ist das Leck in der Nervenbatterie. Angst zerfrisst unsere Kraft, unsere Energie und unseren Willen

    Nikolaus B. Enkelmann

  2. Wir leben in einer Welt wachsender Gefahren, aber wir leben auch in einer Zeit wachsender Chancen.

    Nikolaus B. Enkelmann

  3. Den Kopf in den Rachen des Löwen zu stecken, ist auch nicht gefährlicher, als ihn von einer Frau streicheln zu lassen.

    David Herbert Lawrence

  4. Mag uns die sichtbare Welt zuweilen anmuten wie aus Liebe gebildet; der Stoff des Unsichtbaren ist die Angst.

    Herman Melville

  5. Aber so wenig als im Leben des Einzelnen ist es für das Leben der Menschheit wünschenswert, die Zukunft zu wissen.

    Jacob Christoph Burckhardt

  6. Ein Mensch, der zu langsam ist, wird nicht soviel Schaden anstiften als der Mensch, der zu schnell ist

    Max Dauthendey

  7. Wer viel Angst hat, seine Originalität zu bewahren, ist allerdings im Begriff, sie zu verlieren

    Robert Schumann

  8. Aus der Unsitte, die Blutsverwandte räumlich zusammen leben lässt, entspringt oft unabsehbarer Schaden.

    Prentice Mulford

  9. Die Flamme der Verwirrung und des Zweifels ist es, die der Weise meidet

    Chuang-tzu

  10. Es ist für den Reichen viel leichter, Gutes zu tun, als für den Armen, sich vom Bösen fernzuhalten.

    Jean Antoine Petit-Senn

  11. Das Mißgeschick, das uns nachsichtig gegen andere macht, macht sie oft hart gegen uns selbst.

    Jean Antoine Petit-Senn

  12. Nichts ist verschlossen genug, nichts zu hoch, nichts zu dunkel für Diebe und Räuber.

    Francesco Petrarca

  13. Die Laster tragen Masken, und schreckliche Ungeheuer verbergen sich in schönen Fellen.

    Francesco Petrarca

  14. Wenn du versuchst, den Menschen die Folgen ihrer Verrücktheit zu verschweigen, kommt dabei letzten Endes eine Welt voller Narren heraus

    Herbert Spencer

  15. Wie oft rufen falsch gebrauchte Wörter irreführende Gedanken hervor.

    Herbert Spencer

  16. Wer durch Dornengestrüpp hat gehen müssen, lernt, wie Dornen verwunden, und tut die an ihm hängengebliebenen ab, damit sie anderen nicht schaden

    Hermann Stehr

  17. Die schlimmste Knechtschaft ist: ein Sklave der Sinne sein.

    Johan Peter Uz

  18. Man soll die Kinder lehren, die Übertreibung in den Ausdrücken als ein erstes Abweichen von der Wahrheit zu vermeiden.

    Alexandre Vinet

  19. Es wandeln viele auf verbotenen Wegen und schämen sich, wenn sie einander begegnen.

    Otto Weiss

  20. Zu den schlechtesten Logikern gehören Furcht und Hoffnung.

    Otto Weiss