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Sprüche über Gefahr

564 Sprüche — Seite 11

Gefahr gehört zu jenen Erfahrungen, in denen das Leben plötzlich seine Verletzlichkeit zeigt. Sie kann von außen drohen oder aus menschlichem Leichtsinn, Machtstreben und Selbstüberschätzung entstehen und zwingt dazu, genauer hinzusehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nie nur düster, sondern auch klärend.

Wo Gefahr erkannt wird, treten Mut, Vorsicht und Urteilskraft zugleich hervor. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie schmal der Abstand zwischen Sicherheit und Bedrohung oft ist und warum Wachsamkeit nicht Angst bedeuten muss, sondern ein Ausdruck verantwortlicher Nüchternheit sein kann.

  1. Man ist am meisten in Gefahr, überfahren zu werden, wenn man eben einem Wagen ausgewichen ist.

    Friedrich Nietzsche

  2. Wenn man wissen will, was eine Frau wirklich meint, - was nebenbei immer eine gefährliche Sache ist - so sollte man sie ansehen, aber ihr nie zuhören.

    Oscar Wilde

  3. Verliebte Leute dürfen nie sagen, dass sie arm sind, denn mir scheint, die Armut ist im Anfang wenigstens, ein eingeschworener Feind der Liebe.

    Georg Büchner

  4. Denn wo Gefahr ist, wächst das Rettende auch

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  5. Die Angst ist ein Netz, das uns der Böse überwirft, damit wir uns verstricken und zu Fall kommen. Wer Angst hat, ist schon gefallen.

    Dietrich Bonhoeffer

  6. Selbst wenn der Weise sein Feind, mach zu deinem Freund nie den Dummen

  7. Niemals sind wir so verletzlich, als wenn wir lieben.

    Sigmund Freud

  8. Wenn eine Ratte sterben will, beißt sie die Katze in den Schwanz.

  9. Das intellektuelle Talent stört oft wie ein Schnupfen die natürlichen Sinne und hindert sie, den Feind zu riechen.

    Emil Gött

  10. Wenn sie das Maß überschreiten, sind beide bös: der Schlaf und das Wachen.

    Hippokrates von Kós

  11. Alle Verallgemeinerungen sind gefährlich, sogar diese.

    Alexandre Dumas

  12. Hütet euch vor der Wut eines Geduldigen!

    John Dryden

  13. Was Hände bauen, können Hände stürzen.

    Friedrich von Schiller

  14. Sag nicht Gutes über dich selbst. Man wird dir mißtrauen. Sag nichts Schlechtes über dich selbst. Man wird dich beim Wort nehmen.

    Joseph Roux

  15. Vielleicht verdirbt Geld tatsächlich den Charakter. Auf keinen Fall aber macht ein Mangel an Geld ihn besser.

    John Steinbeck

  16. Es gibt zwei gefährliche Abwege: die Vernunft schlechthin abzulegen und außer der Vernunft nichts anzuerkennen

    Blaise Pascal

  17. Man verdirbt sich die Seele allein von der Berührung mit Geld.

    Alexander Alexandrowitsch Block

  18. Was für ein Ende soll die Ausbeutung der Erde in all den künftigen Jahrhunderten noch finden? Bis wohin soll unsere Habgier noch vordringen?

    Plinius d. Ältere

  19. Wenn es glatteist, gehen die Menschen Arm in Arm.

    Jean Paul

  20. Schiffe stranden nur an Felsen, die Gott geschaffen hat.

    Gorch Fock