Sprüche über Gefahr
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Gefahr gehört zu jenen Erfahrungen, in denen das Leben plötzlich seine Verletzlichkeit zeigt. Sie kann von außen drohen oder aus menschlichem Leichtsinn, Machtstreben und Selbstüberschätzung entstehen und zwingt dazu, genauer hinzusehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nie nur düster, sondern auch klärend.
Wo Gefahr erkannt wird, treten Mut, Vorsicht und Urteilskraft zugleich hervor. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie schmal der Abstand zwischen Sicherheit und Bedrohung oft ist und warum Wachsamkeit nicht Angst bedeuten muss, sondern ein Ausdruck verantwortlicher Nüchternheit sein kann.
Ein mächtiger Freund wird zum mächtigen Feind.
Wenn es glatteist, gehen die Menschen Arm in Arm.
— Jean Paul
Bedenkt, dass Fanatiker gefährlicher sind als Schurken. Einen Besessenen kann man niemals zur Vernunft bringen, einen Schurken wohl.
— Voltaire
Lass doch die Zukunft schlafen, wie sie es verdient. Wenn man sie nämlich vorzeitig weckt, bekommt man dann eine verschlafene Gegenwart.
— Franz Kafka
Umarme deinen Feind! Denn solange du ihn mit den Armen umschlingst, ist es ihm nicht möglich, die Waffe zu ziehen
Die Männer sind Bestien. Deshalb ist es höchst wichtig, die Kerle gut zu füttern.
— Oscar Wilde
Die Liebe ist eine köstliche Blume, aber man muss den Mut haben, sie vom Rande eines schauerlichen Abgrundes zu pflücken.
— Stendhal
Den Haien entrann ich Die Tiger erlegte ich Aufgefressen wurde ich von den Wanzen.
— Bertolt Brecht
Wenn man schon fallen muss, muss man der Gefahr entgegenlaufen.
— Tacitus
Der Plural von Lebensgefahr lautet: Lebensgefährtin
Nur wer Geist hat, sollte Besitz haben: sonst ist der Besitz gemeingefährlich.
— Friedrich Nietzsche
Wer seine Leiter zu steil stellt, kann leicht nach hinten fallen.
Es gibt Gefahren, denen zu entfliehen nicht Feigheit ist, sondern höchster Mut, die Kraft, sich selbst zu besiegen.
— Berthold Auerbach
Toren und gescheite Leute sind gleich unschädlich. Nur die Halbnarren und die Halbweisen, das sind die Gefährlichen
— Johann Wolfgang von Goethe
Der Wolf ist ein großer Übeltäter, doch er lehrt die Hirten, auf der Hut zu sein.
Man bricht das Bein selten, solange man im Leben mühsam aufwärts steigt - aber wenn man anfängt, es sich leicht zu machen und die bequemen Wege zu wählen.
— Friedrich Nietzsche
Zu grosse Hast macht ungeschickt.
— Wilhelm Busch
Wenn die Freude in der Stube ist, lauert die Sorge im Flur.
Die Gefahr kommt von denen, die nach eurem Geschmack sein wollen.
— Demosthenes
Wenn ein Kind stolpert, hält ein guter Engel seine Hände hin.