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Sprüche über Macht

755 Sprüche — Seite 12

Wo Einfluss wächst, zeigt sich oft schneller als irgendwo sonst, wer ein Mensch wirklich ist. Macht kann ordnen, schützen und gestalten, sie kann aber ebenso verführen, verhärten und den Blick für Verantwortung verstellen. Gerade darum ist sie eines der aufschlussreichsten Themen für moralische und politische Betrachtung.

Entlarvend wird sie vor allem dort, wo sie nicht mehr als Dienst, sondern als Besitz missverstanden wird. Die Sprüche zu diesem Thema untersuchen das Verhältnis von Stärke und Maß, Herrschaft und Pflicht und erinnern daran, dass wahre Größe sich im Umgang mit Macht bewährt, nicht im bloßen Besitz von ihr.

  1. Wer die anderen neben sich klein macht, ist nie groß.

    Johann Gottfried Seume

  2. Die Bescheidenheit ist eine Eigenschaft, die vom Bewusstsein der eigenen Macht herrührt.

    Paul Cezanne

  3. Menschen miteinander gibt es nicht. Es gibt nur Menschen, die herrschen, und solche, die beherrscht werden

    Kurt Tucholsky

  4. Wenn man wenig stiehlt, kommt man ins Gefängnis. Wenn man viel stiehlt, macht man Karriere.

  5. Große Männer bleiben in jeder Lebenslage die gleichen, mag das Schicksal sie erhöhen oder erniedrigen, sie ändern sich nie, sie bleiben immer standhaft und ihrer Lebensart treu, so dass jeder sieht, d …

    Nicolaus Machiavelli

  6. Eine mächtige Flamme entsteht aus einem winzigen Funken.

    Dante Alighieri

  7. Kein Wunder gibt es, keine Allmacht, um Geschehenes ungeschehen zu machen.

    Eduard Mörike

  8. Das Band der Liebe hält noch besser als das Band, das die Natur so stark um Eltern und Kinder geschlungen hat.

    Bernhard von Clairvaux

  9. Das Gift, an dem die schwächere Natur zugrunde geht, ist für den Starken Stärkung, und er nennt es auch nicht Gift

    Friedrich Nietzsche

  10. Hass: ein angemessenes Gefühl angesichts der Überlegenheit eines anderen.

    Ambrose Bierce

  11. Nichts ist mächtiger als eine Idee zur richtigen Zeit.

    Victor-Marie Hugo

  12. Wenn auch die Fähigkeit zu täuschen ein Zeichen von Scharfsinn und Macht zu sein scheint, so beweist doch die Absicht zu täuschen ohne Zweifel Bosheit oder Schwäche.

    René Descartes

  13. Wegen eines Frauenlächelns wurden schon ganze Konzerne zugrunde gerichtet

    Andrew Carnegie

  14. So schlecht es ist, jemand zu seinem Unglücke, so unweise ist es, einen Menschen zu seinem Glücke zwingen zu wollen.

    Georg Ebers

  15. Nur ein Narr macht keine Experimente

    Charles Robert Darwin

  16. Es steht in unserer Macht, die Welt aufs Neue zu beginnen.

    Thomas Paine

  17. Worte sind die mächtigste Droge, welche die Menschheit benutzt.

    Rudyard Kipling

  18. Das Schwache kann das Starke bezwingen. Das Zarte besiegt das Grobe. Jedermann unter der Sonne weiß das. Doch handelt jemand danach?

    Laotse

  19. Wenn ich den Himmel nicht bewegen kann, will ich die Unterwelt aufrühren.

    Ferdinand Lassalle

  20. Gewalt macht den Menschen zur Sache.

    Simone Weil