Sprüche über Macht
755 Sprüche — Seite 16
Wo Einfluss wächst, zeigt sich oft schneller als irgendwo sonst, wer ein Mensch wirklich ist. Macht kann ordnen, schützen und gestalten, sie kann aber ebenso verführen, verhärten und den Blick für Verantwortung verstellen. Gerade darum ist sie eines der aufschlussreichsten Themen für moralische und politische Betrachtung.
Entlarvend wird sie vor allem dort, wo sie nicht mehr als Dienst, sondern als Besitz missverstanden wird. Die Sprüche zu diesem Thema untersuchen das Verhältnis von Stärke und Maß, Herrschaft und Pflicht und erinnern daran, dass wahre Größe sich im Umgang mit Macht bewährt, nicht im bloßen Besitz von ihr.
Eine Frau ist das Mächtigste auf Erden, und in ihrer Hand liegt es, den Mann dahin zu leiten, wo Gott ihn haben will.
— Henrik Johan Ibsen
Liebe ist die größte Weisheit, und die größte Weisheit selbst im ernsten Sinn des Predigerbuches ist und bleibt Liebe. Liebe ist unser Königreich aus dem Paradiese; worüber wir mit Liebe herrsch …
— Johann Gottfried Herder
Wenn unsere Tage verdunkelt sind und unsere Nächte finsterer als tausend Mitternächte, so wollen wir stets daran denken, dass es in der Welt eine große, segnende Macht gibt.
— Martin Luther King
Gleich wie Feuer nicht Feuer löscht, so kann Böses nicht Böses ersticken. Nur das Gute, wenn es auf das Böse stößt und von diesem nicht angesteckt wird, besiegt das Böse
— Leo Tolstoi
Wer sich mit Liebe wappnet, überwindet Zorn, Elend, Übermacht und Missgeschick.
— Michelangelo
Die Ehe soll immer ein Ungeheuer bekämpfen, das alles verschlingen will, was an ihr erhaben ist: die Gewohnheit.
— Honoré de Balzac
Echtes Wissen verleiht Macht
— John Knittel
Gewalt vernichtet was das Leben lebenswert macht
— Else Pannek
Politik kann nie Kultur, Kultur aber Politik bestimmen.
— Theodor Heuss
Schlechte Kandidaten werden gewählt von guten Bürgern, die nicht zur Wahl gehen.
— Thomas Jefferson
Es ist nicht der Unternehmer, der die Löhne zahlt - er übergibt nur das Geld. Es ist das Produkt, das die Löhne zahlt.
— Henry Ford
Wir dürfen unsere Fehler nicht verheimlichen, weil der Feind das ausnutzen könnte. Wer das fürchtet, ist kein Revolutionär.
— Wladimir Iljitsch Lenin
Das Schicksal ist stärker als die Weisheit.
— Vergil
Das große Karthago führte drei Kriege. Nach dem ersten war es noch mächtig. Nach dem zweiten war es noch bewohnbar. Nach dem dritten war es nicht mehr zu finden.
— Bertolt Brecht
Mächtige verstehen einander immer, mögen sie auch verfeindet sein.
— Georges Clemenceau
Auch der dickste Eiszapfen hat auf Dauer keine Chance gegen die Sonne.
Zu grosse Hast macht ungeschickt.
— Wilhelm Busch
Jeder hat soviel Recht, wie er Macht hat.
— Baruch de Spinoza
Nichts ist überzeugender als Erfolg.
— Leopold von Ranke
Immer Sonnenschein macht die Wüste