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Sprüche über Macht

755 Sprüche — Seite 8

Wo Einfluss wächst, zeigt sich oft schneller als irgendwo sonst, wer ein Mensch wirklich ist. Macht kann ordnen, schützen und gestalten, sie kann aber ebenso verführen, verhärten und den Blick für Verantwortung verstellen. Gerade darum ist sie eines der aufschlussreichsten Themen für moralische und politische Betrachtung.

Entlarvend wird sie vor allem dort, wo sie nicht mehr als Dienst, sondern als Besitz missverstanden wird. Die Sprüche zu diesem Thema untersuchen das Verhältnis von Stärke und Maß, Herrschaft und Pflicht und erinnern daran, dass wahre Größe sich im Umgang mit Macht bewährt, nicht im bloßen Besitz von ihr.

  1. Intakte Familien sind Festungen mit vielen Fenstern und Türen zur Außenwelt.

  2. Alle Revolutionen haben bisher nur eines bewiesen, nämlich, daß sich vieles ändern läßt, bloß nicht die Menschen

    Karl Marx

  3. Ein Kamel macht sich nicht über den Buckel eines anderen lustig

  4. Der eigene Hund macht keinen Lärm - er bellt nur.

    Kurt Tucholsky

  5. Reich macht dich nicht die Summe deiner Einkünfte - sondern die Summe der von dir gebrachten Opfer.

    Antoine de Saint-Exupéry

  6. Der Flinke macht nicht immer das Rennen, und in der Schlacht winkt nicht immer dem Starken der Sieg.

    Thomas Hardy

  7. Glück macht verrucht und Siegen verwegen

  8. Wer die oberste Hand hat, verwendet sie selten zum Streicheln, sondern gebraucht sie lieber fest als Faust.

    Wilhelm Raabe

  9. Gott ist der, worüber hinaus nichts Größeres gedacht werden kann

    Anselm von Canterbury

  10. Zwei Schwächen, die sich gegeneinander lehnen, machen eine Stärke.

    Leonardo da Vinci

  11. Mag auch das Böse sich noch so sehr vervielfachen, niemals vermag es das Gute ganz aufzuheben.

    Thomas von Aquin

  12. Die Revolutionen sind die Lokomotiven der Geschichte.

    Karl Marx

  13. Verachte dein eigenes Leben, und du bist Herr über das Leben anderer!

  14. Allzeit gewinnen macht verdächtig, allzeit verlieren macht verächtlich

  15. Der Mensch ist in der Gegenwart in Technik manchmal so vernarrt, dass ihn kaum der Verdacht befällt, ob sie ihn nicht zum Narren hält.

    Karl-Heinz Söhler

  16. Je mehr Macht die Menschen haben, um so mehr mißbrauchen sie diese und werden übermütig.

    Nicolaus Machiavelli

  17. Ein Regentag macht die Dürre von Wochen gut

  18. Eine Frau, so schwach sie ist, ist durch das Gefühl, das sie einflößt, stärker als der stärkste Mann

    Giacomo Casanova

  19. Wenn wir uns einig sind, gibt es wenig, was wir nicht können. Wenn wir uneins sind, gibt es wenig, was wir können

    John F. Kennedy

  20. Tadelt man, dass wir uns lieben, dürfen wir uns nicht betrüben: Tadel ist von keiner Kraft. Andern Dingen mag das gelten, kein Missbilligen, kein Schelten, macht die Liebe tadelhaft.

    Johann Wolfgang von Goethe