793 Sprüche — Seite 8
Wo Einfluss wächst, zeigt sich oft schneller als irgendwo sonst, wer ein Mensch wirklich ist. Macht kann ordnen, schützen und gestalten, sie kann aber ebenso verführen, verhärten und den Blick für Verantwortung verstellen. Gerade darum ist sie eines der aufschlussreichsten Themen für moralische und politische Betrachtung.
Entlarvend wird sie vor allem dort, wo sie nicht mehr als Dienst, sondern als Besitz missverstanden wird. Die Sprüche zu diesem Thema untersuchen das Verhältnis von Stärke und Maß, Herrschaft und Pflicht und erinnern daran, dass wahre Größe sich im Umgang mit Macht bewährt, nicht im bloßen Besitz von ihr.
Das Tier wird durch seine Organe belehrt, der Mensch belehrt die seinigen und beherrscht sie.
— Johann Wolfgang von Goethe
Wie unvermögend ist doch der gutwilligste Fleiß der Menschen gegen die Allmacht der ungeteilten Begeisterung.
— Johann Christian Friedrich Hölderlin
Arbeit macht das Leben süß, macht es nie zur Last, der nur hat Bekümmernis, der die Arbeit hasst.
Sollte es wirklich einmal zu einem Kampf zwischen den Geschlechtern kommen, dann werden die Frauen siegen, weil die Männer die Frauen mehr lieben als die Frauen die Männer.
— August Strindberg
Lachen ist eine Macht, vor der die Größten dieser Welt sich beugen müssen.
— Emile Zola
Männer regieren die Welt, Frauen regieren die Männer.
Man macht das Leben nicht leichter, wenn man es seichter macht
— Margarete Seemann
Ein Besuch macht immer Freude. Entweder beim Kommen oder beim Gehen
Glück entsteht nicht durch Besitz, Macht oder Prestige, sondern allein durch Beziehungen mit Menschen, die man liebt und respektiert.
Wucher ist das sicherste Mittel zum Gewinn, obwohl eines der schlechtesten, da er nichts anderes bedeutet, als sein Brot zu essen 'im Schweiße des Angesichts eines anderen'.
— Francis Bacon
Wer nicht die Frauen hinter sich hat, bringt es in der Welt zu keinem Erfolg
— Oscar Wilde
Der Standpunkt macht es nicht, die Art macht es, wie man ihn vertritt.
— Theodor Fontane
Die Erinnerungen verschönern das Leben, aber das Vergessen allein macht es erträglich.
— Honoré de Balzac
Die Liebe ist die subtilste Macht der Welt.
— Mahatma Gandhi
Es muss verschiedene Rangstufen geben, da alle Menschen herrschen wollen und nicht alle es können.
— Blaise Pascal
Räuber von Geld richtet man hin, Räuber von Ländern macht man zu Königen.
Zuviel Glück macht wahnsinnig.
Sich lieben heißt unaufhörlich gegen tausend verborgene Mächte kämpfen, die von uns oder von der Welt ausgehen. Kämpfen gegen andere Männer, andere Frauen.
— Jean Anouilh
Bier macht schön. Oder hast du schon mal einen Mann gesehen, der sich schminkt?
Was immer du tun kannst oder wovon du träumst, fange es an. In der Kühnheit liegt Genie, Macht und Magie
— Johann Wolfgang von Goethe