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Sprüche über Macht

755 Sprüche — Seite 35

Wo Einfluss wächst, zeigt sich oft schneller als irgendwo sonst, wer ein Mensch wirklich ist. Macht kann ordnen, schützen und gestalten, sie kann aber ebenso verführen, verhärten und den Blick für Verantwortung verstellen. Gerade darum ist sie eines der aufschlussreichsten Themen für moralische und politische Betrachtung.

Entlarvend wird sie vor allem dort, wo sie nicht mehr als Dienst, sondern als Besitz missverstanden wird. Die Sprüche zu diesem Thema untersuchen das Verhältnis von Stärke und Maß, Herrschaft und Pflicht und erinnern daran, dass wahre Größe sich im Umgang mit Macht bewährt, nicht im bloßen Besitz von ihr.

  1. Mut ist wie eine magnetische Wolke, die nichts durchbrechen kann!

    Prentice Mulford

  2. Wer seine Geschäfte maschinenmäßig betreibt, der bekommt ein Maschinenherz.

    Chuang-tzu

  3. Welcher Reichtum ist größer als der des Bedürfnislosen? Welche Macht ist großer als die des Unabhängigen?

    Francesco Petrarca

  4. Wenn du nach der Macht strebst nur um Sicherheit und Frieden zu haben, ist es so, als ob du einen Vulkan erkletterst, um dich vor dem Sturm zu schützen.

    Francesco Petrarca

  5. Wer die See beherrscht, beherrscht den Handel dieser Welt; wer den Handel der Welt beherrscht, herrscht über die Reichtümer dieser Welt und damit über sie selbst

    Sir Walter Raleigh

  6. Ein Mächtiger, der mit dem Schwächeren spricht, verlangt nur Beifall, nicht Wahrheit.

    Karl Wilhelm Ramler

  7. Geld ist die einzige Macht, vor der die gesamte Menschheit auf die Knie fällt

    Samuel Butler

  8. Geld bewirkt viel, ein kluges Wort kaum weniger

  9. Glück ist das mächtigste Stärkungsmittel.

    Herbert Spencer

  10. Folgt die Macht der öffentlichen Meinung, ist sie stark. Wenn sie diese aber schlägt, fällt sie.

    Alfred de Vigny

  11. Wer Politik treibt, erstrebt Macht.

    Max Weber

  12. Macht bedeutet die Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel, worauf diese Chance beruht.

    Max Weber

  13. Die kapitalistische Wirtschaftsordnung braucht diese rücksichtslose Hingabe an den Beruf des Geldverdienens

    Max Weber

  14. Was wären in dieser Welt die Starken, ohne Unterstützung der Schwachen?

    Otto Weiss

  15. Mehr Schriftsteller, als man glaubt, müssen das schreiben, was Frau und Kinder ihnen in die Feder diktieren.

    Otto Weiss

  16. Falschheit regiert die ganze Welt.

    Georg Rollenhagen

  17. So wie Licht und Schatten einander ausschließen, ebenso werden alle Dinge vom Gegensatz beherrscht.

    Helene von Druskowitz

  18. Einem anderen gehöre nicht, wer sein eigener Herr sein kann

    Philippus Theophrastus Paracelsus

  19. Die Gewalt besitzt nicht halb so viel Macht wie die Milde.

    Samuel Smiles

  20. Du musst siegen oder fallen, besiegt von einem ist besiegt von allen.

    Camillo Benso Graf von Cavour