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Sprüche über Macht

755 Sprüche — Seite 2

Wo Einfluss wächst, zeigt sich oft schneller als irgendwo sonst, wer ein Mensch wirklich ist. Macht kann ordnen, schützen und gestalten, sie kann aber ebenso verführen, verhärten und den Blick für Verantwortung verstellen. Gerade darum ist sie eines der aufschlussreichsten Themen für moralische und politische Betrachtung.

Entlarvend wird sie vor allem dort, wo sie nicht mehr als Dienst, sondern als Besitz missverstanden wird. Die Sprüche zu diesem Thema untersuchen das Verhältnis von Stärke und Maß, Herrschaft und Pflicht und erinnern daran, dass wahre Größe sich im Umgang mit Macht bewährt, nicht im bloßen Besitz von ihr.

  1. Erzieht eure Kinder zu Tugend. Nur sie macht glücklich

    Ludwig van Beethoven

  2. Wo die Natur nicht will, ist die Arbeit umsonst.

    Seneca

  3. Immer sind es die Schwächeren, die nach Recht und Gleichheit suchen, die Stärkeren aber kümmern sich nicht darum

    Aristoteles

  4. Dadurch, dass man über die Verkehrtheiten anderer spricht, macht man sich selbst nicht besser.

    Konfuzius

  5. Eine Frau, gleichgestellt, wird überlegen

    Sokrates

  6. Wenn die Liebe der Gewöhnung widersteht, hat sie nichts mehr zu befürchten.

    Alfred de Musset

  7. Liebet einander, aber macht die Liebe nicht zu einer Fessel: Lasst sie eher ein wogendes Meer zwischen den Ufern eurer Seelen sein.

    Khalil Gibran

  8. Redet Geld, so schweigt die Welt.

  9. Die Scheinheiligkeit der Politiker ist größer als der Mount Everest.

    Reinhold Messner

  10. Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen.

    Edmund Burke

  11. Die Minderheiten sind die Mehrheiten der nächsten Generation.

    Jean-Paul Sartre

  12. Groß ist des Vorurteils bindende Kraft

    Johann Nepomuk Nestroy

  13. Was bringt Erziehung zuwege? Sie macht einen gerade gezogenen Graben aus einem frei dahinschlängelnden Bach.

    Henry David Thoreau

  14. Macht können wir durch Wissen erlangen, aber zur Vollendung gelangen wir nur durch die Liebe.

    Rabindranath Tagore

  15. Misstraue der Macht der Gewohnheit. Nur wer Ballast abwirft,hat Elan für die Zukunft

  16. Ich habe nie an die Macht der Wahrheit an sich geglaubt. Aber es ist schon viel, wenn man weiß, dass bei gleichen Kräfteverhältnissen die Wahrheit stärker ist als die Lüge

    Albert Camus

  17. Keine Festung ist so stark, dass Geld sie nicht einnehmen kann.

    Marcus Tullius Cicero

  18. Der Mächtigere in einer Verbindung ist immer der, der weniger liebt.

    Eleonora Duse

  19. Dauernder Friede kann nicht durch Drohungen sondern nur durch den ehrlichen Versuch vorbereitet werden, gegenseitiges Vertrauen herzustellen.

    Albert Einstein

  20. Die Liebe vernichtet alles Böse und macht frei von aller Angst.

    Hildegard von Bingen