Sprüche über Macht
755 Sprüche — Seite 17
Wo Einfluss wächst, zeigt sich oft schneller als irgendwo sonst, wer ein Mensch wirklich ist. Macht kann ordnen, schützen und gestalten, sie kann aber ebenso verführen, verhärten und den Blick für Verantwortung verstellen. Gerade darum ist sie eines der aufschlussreichsten Themen für moralische und politische Betrachtung.
Entlarvend wird sie vor allem dort, wo sie nicht mehr als Dienst, sondern als Besitz missverstanden wird. Die Sprüche zu diesem Thema untersuchen das Verhältnis von Stärke und Maß, Herrschaft und Pflicht und erinnern daran, dass wahre Größe sich im Umgang mit Macht bewährt, nicht im bloßen Besitz von ihr.
Das Schicksal ist stärker als die Weisheit.
— Vergil
Das ist bitter für einen Menschen, bei allem Wissen keine Macht zu haben.
— Herodot von Halikarnassos
Peinlich ist es zu kämpfen mit einem Menschen, der zur Niederlage bereit ist.
— Seneca
Die herrschenden Ideen einer Zeit waren stets nur die Ideen der herrschenden Klasse.
— Karl Marx
Im Krieg verbinden sich die letzten Raffinessen der Wissenschaft mit den Grausamkeiten der Steinzeit
— Winston Churchill
Gott ist nicht allmächtig. Er kann keine Mauer bauen, über die er nicht hinwegspringen kann. Er kann keinen Stein machen, den er nicht heben kann.
— Blaise Pascal
Maitau macht grüne Au.
Geld heißt soviel wie: geprägte Willensfreiheit. Es ist daher für den Menschen, der dieser völlig beraubt ist, von zehnfachem Wert.
— Fjodor M. Dostojewski
Heirat: Eine Gemeinschaft, bestehend aus Herr, Herrin und zwei Sklaven, macht zusammen zwei.
— Ambrose Bierce
Ob die Jahre uns entgleiten, Wellen gleich an Ufers Rand, auch die Flüchtigkeit der Zeiten hältst du, Herr, mit starker Hand.
Man muß wissen, dass es Dinge gibt, die unserer Macht nicht unterliegen und die wir nur zu erkennen, nicht hervorzubringen imstande sind.
— Dante Alighieri
Durch einen glücklichen Zufall kann ein Mann die Welt eine Zeitlang, aber dank der Liebe kann er sie für immer beherrschen.
— Laotse
Die Furcht, als Feigling zu gelten, macht oft zum Feigling.
— Henry de Montherlant
Wer Mut zeigt macht Mut.
— Adolph Kolping
Die Liebe macht blind für den geliebten Gegenstand.
— Plutarch
Im Schlaf sind wir ebenso wenig Herr unserer Gedanken wie im wachen Zustand.
— Voltaire
Es gibt ein allgemein gültiges Gesetz, das Entstehen und Vergehen befiehlt.
— Publius Syrus
Wo die Würstchen an die Macht kommen, wird der Senf rationiert.
Erziehung ist die billigste Verteidigung der Nationen.
— Edmund Burke
Das Überraschende macht Glück.
— Friedrich von Schiller