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Sprüche über Macht

755 Sprüche — Seite 13

Wo Einfluss wächst, zeigt sich oft schneller als irgendwo sonst, wer ein Mensch wirklich ist. Macht kann ordnen, schützen und gestalten, sie kann aber ebenso verführen, verhärten und den Blick für Verantwortung verstellen. Gerade darum ist sie eines der aufschlussreichsten Themen für moralische und politische Betrachtung.

Entlarvend wird sie vor allem dort, wo sie nicht mehr als Dienst, sondern als Besitz missverstanden wird. Die Sprüche zu diesem Thema untersuchen das Verhältnis von Stärke und Maß, Herrschaft und Pflicht und erinnern daran, dass wahre Größe sich im Umgang mit Macht bewährt, nicht im bloßen Besitz von ihr.

  1. Ein aufrichtiger Gedanke kann Himmel und Erde bewegen.

  2. Die größte geschäftliche Stärke in unserem Zeitalter ist der Vorsprung

    Walter Rathenau

  3. Man kann eine Idee durch eine andere verdrängen, ur die der Freiheit nicht

    Ludwig Börne

  4. Was Hände bauen, können Hände stürzen.

    Friedrich von Schiller

  5. Das Geld schließt die Hölle auf.

  6. Freundschaft und guter Wille macht kein Recht

  7. Gewalt macht den Menschen zur Sache.

    Simone Weil

  8. Das Schwache kann das Starke bezwingen. Das Zarte besiegt das Grobe. Jedermann unter der Sonne weiß das. Doch handelt jemand danach?

    Laotse

  9. Das Gesetz der Geschichte lautet: Steh auf, damit ich mich setzen kann. -

    Charles de Talleyrand

  10. Bedenke, dass Du nur Schaupieler bist in einem Stücke, das der Spielleiter bestimmt.

    Epiktet

  11. Denn die Liebe ist die einzige Urgewalt, die hartnäckig sich ewig erhält - weil sie die Welt trägt.

    Diotima

  12. Diejenigen, welche von ihrer Unantastbarkeit zu hohe Meinung besitzen, zeigen oft eine beleidigende Geringschätzung anderer.

    Heinrich Martin

  13. Ist kein Tiger mehr in den Bergen, nennt sich der Affe selbst König.

  14. Wer nicht hart genug ist, dem Leben seine Bedingungen aufzuprägen, der muss die Bedingungen hinnehmen, die es ihm bietet.

    George Eliot

  15. Die Stärke eines Gefühls erkennt man an den Opfern, die man dafür zu bringen bereit ist.

    John Galsworthy

  16. Man muss die Leute an ihren Einfluss glauben lassen – Hauptsache ist, dass sie keinen haben

    Ludwig Thoma

  17. Für Geld und gute Worte kann man alles haben.

  18. Fressen und Saufen macht die Ärzte reich

  19. Gegen einen Dummheit, die gerade in Mode ist, kommt keine Klugheit auf

    Theodor Fontane

  20. Ein Brauch, zumal ein sinnlos gewordener, ist in der Regel mächtiger als ein Gesetz.

    John Steinbeck