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Sprüche über Macht

755 Sprüche — Seite 36

Wo Einfluss wächst, zeigt sich oft schneller als irgendwo sonst, wer ein Mensch wirklich ist. Macht kann ordnen, schützen und gestalten, sie kann aber ebenso verführen, verhärten und den Blick für Verantwortung verstellen. Gerade darum ist sie eines der aufschlussreichsten Themen für moralische und politische Betrachtung.

Entlarvend wird sie vor allem dort, wo sie nicht mehr als Dienst, sondern als Besitz missverstanden wird. Die Sprüche zu diesem Thema untersuchen das Verhältnis von Stärke und Maß, Herrschaft und Pflicht und erinnern daran, dass wahre Größe sich im Umgang mit Macht bewährt, nicht im bloßen Besitz von ihr.

  1. Die Zeit ist ein mächtiger Bundesgenosse für den, der auf Seiten der Vernunft und des Fortschritts ist.

    Camillo Benso Graf von Cavour

  2. Jede gelungene Revolution führt zu einer Stärkung der staatlichen Macht.

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

  3. Die Leidenschaft des Geldmachens beherrscht alle anderen Leidenschaften.

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

  4. Eigentum ist eine Falle: was wir zu besitzen glauben, besitzt tatsächlich uns.

    Alphonse Karr

  5. An deinem Herd bist du genauso ein König wie jeder Monarch auf seinem Thron.

    Miguel de Cervantes Saavedra

  6. Die große Kunst des Regierens besteht meistens in nichts anderem als: glauben zu machen, dass alles, was geschieht, durch uns geschehe.

    Joszef Freiherr von Eötvös

  7. Wer die Menschen belehren oder beherrschen will, der muss zuerst sich selbst überwinden und Herr seiner eigenen Leidenschaft werden. Das ist die erste Bedingung jeder Macht, welche wir über andere a …

    Joszef Freiherr von Eötvös

  8. Bargeld ist Aladins Wunderlampe

    Lord Byron

  9. Befehlen und gehorchen heißt, mit Mächten in Beziehung gebracht zu werden, und es ist nur sinnvoll, wenn der Befehlshaber im Vollbesitz dieser Mächte ist.

    Sebastian Faber

  10. Unendlich ist der Raum, durch den wir in dunkler Nacht sternenweit schauen, aber bei lichtem Tage bietet er sich fassbar umgrenzt dem Auge. Nie die Zeit: unsichtbar bleibt sie, stumm, unerbittlich, ei …

    Theodor Toeche-Mittler

  11. Reichtum beglückt, wenn wir ihn besitzen, und macht tief unglücklich, wenn er uns besitzt.

    Heinrich Lhotzky

  12. Dem vertrauen die Menschen, der sich von einer höheren Macht regieren lässt.

    Paul Olaf Bodding

  13. Unbeglückt ist noch nicht unglücklich. Dass du entbehren musst, das macht dich stark und gibt dir Selbstvertrauen.

    Paul Olaf Bodding

  14. Eine dünne Freiheit ist immer noch besser als fettes Sklaventum

    Thomas Fuller

  15. Nur ein Fehltritt braucht die Stütze der Staatsgewalt. Die Wahrheit steht von alleine aufrecht.

    Thomas Jefferson

  16. Je mächtiger man ist, desto eher ist man verpflichtet, gerecht zu sein, und stets bleibt Ehrlichkeit die vorteilhafteste Politik

    Hippolyte Taine

  17. Das allgemeine Wahlsystem in einem gleichgültigen Land läuft immer darauf hinaus, die Macht in die Hände deklassierter Schwätzer zu legen.

    Hippolyte Taine

  18. Aller Herrschaft Druck ist schwer; man muss den Menschen immer freiwillig handeln zu lassen scheinen

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  19. Der Mensch ist allen Gesetzen unterworfen, die in der Natur sind.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  20. Die Blume macht den Garten, nicht der Zaun