Sprüche über Macht
755 Sprüche — Seite 6
Wo Einfluss wächst, zeigt sich oft schneller als irgendwo sonst, wer ein Mensch wirklich ist. Macht kann ordnen, schützen und gestalten, sie kann aber ebenso verführen, verhärten und den Blick für Verantwortung verstellen. Gerade darum ist sie eines der aufschlussreichsten Themen für moralische und politische Betrachtung.
Entlarvend wird sie vor allem dort, wo sie nicht mehr als Dienst, sondern als Besitz missverstanden wird. Die Sprüche zu diesem Thema untersuchen das Verhältnis von Stärke und Maß, Herrschaft und Pflicht und erinnern daran, dass wahre Größe sich im Umgang mit Macht bewährt, nicht im bloßen Besitz von ihr.
Lachen ist eine Macht, vor der die Größten dieser Welt sich beugen müssen.
— Emile Zola
In dem Augenblick, in dem die Liebe ihr Alles gibt, macht sie zugleich bankrott.
— Christian Friedrich Hebbel
Arbeit macht das Leben süß, macht es nie zur Last, der nur hat Bekümmernis, der die Arbeit hasst.
Tötet nicht die Bäume, macht nicht das Wasser unserer Flüsse trübe. Reißt nicht die Eingeweide unserer Erde auf. Sonst werden die Flüsse und Bäume weinen
Das Tier wird durch seine Organe belehrt, der Mensch belehrt die seinigen und beherrscht sie.
— Johann Wolfgang von Goethe
Je größer die Macht umso gefährlicher der Mißbrauch.
— Edmund Burke
Wen Gott naß macht, den macht er auch wieder trocken.
Bitten von Höhergestellten klingen immer stark nach Befehlen.
— Henry Fielding
Geld ist ein guter Diener, aber ein schlechter Herr.
— Henry George Bohn
Den Wind kann man nicht verbieten, aber man kann Mühlen bauen
…der gütige Wunsch eines einzigen Freundes, der dir durch zehn Minuten mit aufrichtigem Interesse zuhört, ist eine wirkliche lebendige, hilfreiche Macht...
— Prentice Mulford
Wer Freunde hat, ist nicht verloren, und des Unscheinbaren Macht bewegt die Welt.
Ein Leben in der Vergangenheit oder in der Zukunft macht eine Gegenwart unmöglich
— Else Pannek
Drei sind, die da herrschen auf Erden: die Weisheit, der Schein und die Gewalt.
— Johann Wolfgang von Goethe
Macht an sich ist kein Segen, außer sie wird benutzt, um Unschuldige zu schützen.
— Jonathan Swift
Man macht das Leben nicht leichter, wenn man es seichter macht
— Margarete Seemann
Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst
— Voltaire
Glück entsteht nicht durch Besitz, Macht oder Prestige, sondern allein durch Beziehungen mit Menschen, die man liebt und respektiert.
Wucher ist das sicherste Mittel zum Gewinn, obwohl eines der schlechtesten, da er nichts anderes bedeutet, als sein Brot zu essen 'im Schweiße des Angesichts eines anderen'.
— Francis Bacon
Der Standpunkt macht es nicht, die Art macht es, wie man ihn vertritt.
— Theodor Fontane