Sprüche über Macht
755 Sprüche — Seite 5
Wo Einfluss wächst, zeigt sich oft schneller als irgendwo sonst, wer ein Mensch wirklich ist. Macht kann ordnen, schützen und gestalten, sie kann aber ebenso verführen, verhärten und den Blick für Verantwortung verstellen. Gerade darum ist sie eines der aufschlussreichsten Themen für moralische und politische Betrachtung.
Entlarvend wird sie vor allem dort, wo sie nicht mehr als Dienst, sondern als Besitz missverstanden wird. Die Sprüche zu diesem Thema untersuchen das Verhältnis von Stärke und Maß, Herrschaft und Pflicht und erinnern daran, dass wahre Größe sich im Umgang mit Macht bewährt, nicht im bloßen Besitz von ihr.
Zuletzt aber ist es gleichgültig, ob der Herde eine Meinung befohlen wird oder fünf Meinungen gestattet sind- wer von den fünf öffentlichen Meinungen abweicht und beiseite tritt, hat immer die ganze H …
— Friedrich Nietzsche
Das Gewissen macht uns alle zu Egoisten.
— Oscar Wilde
Der Zufall ist der einzig legitime Herrscher des Universums.
— Napoleon
Geld kann den Teufel in ein Glas bannen.
Erfahrungen sind Maßarbeit... Sie passen nur dem, der sie macht
— Oscar Wilde
Unzählige Menschen haben Völker und Städte beherrscht, ganz wenige nur sich selber
— Seneca
Ein Diplomat ist ein Mann, der die Paukenschläge der Politiker in Harfenklänge verwandeln soll
— Eugene O'Neill
Was dem Schwarm nicht nützt, das nützt auch der einzelnen Biene nicht
— Mark Aurel
Der Wert des Geldes ist der Pulsschlag des Staates.
— Voltaire
Wo es Klugheit gibt, da schafft die Gewalt nichts.
— Herodot von Halikarnassos
Gewisse Dinge greift man so vergeblich mit Worten an wie Geister mit Waffen.
— Wilhelm Busch
Geliebt zu werden macht uns stark. Zu lieben macht uns mutig.
— Laotse
In der Tat läßt sich die ganze Weisheit der Weltgeschichte in einen einzigen Satz zusammenfassen: Jeder Staat raubt, soviel er kann. Punktum. Mit Verdauungspausen und Ohnmachtsanfällen, welche m …
— Carl Spitteler
Wer mit aller Kraft des Herzens das Gute sucht, tritt in Verbindung mit allen höheren Kräften der Welt und spürt überall ihre Hilfe
Fleissiger Herr macht fleissige Diener.
Gehorchen mag, wer nicht zu herrschen weiß.
— William Shakespeare
Kein altes Übel ist so groß, dass es nicht von einem neuen übertroffen werden könnte.
— Wilhelm Busch
Wie unvermögend ist doch der gutwilligste Fleiß der Menschen gegen die Allmacht der ungeteilten Begeisterung.
— Johann Christian Friedrich Hölderlin
Zeit ist Geld und Geld ist Macht. Doch keiner auf der Welt, das sei stets bedacht, hat’s mit Geld und Macht jemals zu mehr Zeit gebracht.
— Josef Bordat
Lachen ist eine Macht, vor der die Größten dieser Welt sich beugen müssen.
— Emile Zola