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Sprüche über Macht

755 Sprüche — Seite 26

Wo Einfluss wächst, zeigt sich oft schneller als irgendwo sonst, wer ein Mensch wirklich ist. Macht kann ordnen, schützen und gestalten, sie kann aber ebenso verführen, verhärten und den Blick für Verantwortung verstellen. Gerade darum ist sie eines der aufschlussreichsten Themen für moralische und politische Betrachtung.

Entlarvend wird sie vor allem dort, wo sie nicht mehr als Dienst, sondern als Besitz missverstanden wird. Die Sprüche zu diesem Thema untersuchen das Verhältnis von Stärke und Maß, Herrschaft und Pflicht und erinnern daran, dass wahre Größe sich im Umgang mit Macht bewährt, nicht im bloßen Besitz von ihr.

  1. Je älter ich werde, desto fragwürdiger erscheint mir die These: Alter macht weise.

    H. L. Mencken

  2. Allohol macht Birne hohl – prima, noch mehr Platz für Allohol.

  3. Das Fortrücken in der Kalenderjahrzahl macht wohl den Menschen, aber nicht die Menschheit reifer.

    Johann Peter Hebel

  4. Die Lüge kann nie zur Wahrheit werden dadurch, dass sie an Macht wächst

    Rabindranath Tagore

  5. Kein Abschied auf der Welt fällt schwerer als der Abschied von der Macht.

    Charles de Talleyrand

  6. Der große Mann braucht überall viel Boden, und mehrere, zu nah gepflanzt, zerschlagen sich nur die Äste.

    Gotthold Ephraim Lessing

  7. Herz paßt nicht zu moderner Kleidung, es macht alt

    Oscar Wilde

  8. Der wachsende Einfluß der Frauen ist das einzig Beruhigende an unserm politischen Leben.

    Oscar Wilde

  9. Unterm Baum im grünen Gras sitzt ein kleiner Osterhas! Putzt den Bart und spitzt das Ohr, macht ein Männchen, guckt hervor. Springt dann fort mit einem Satz und ein kleiner frecher Spatz schaut …

  10. Die Liebe macht zum Goldpalast die Hütte.

    Ludwig Christoph Heinrich Hölty

  11. Eine Frau ist leicht zu beherrschen, wenn einem Mann daran gelegen ist. Ein Einziger kann sogar mehrere lenken.

    Jean de la Bruyère

  12. Auch eine Kerze so groß wie eine Tasse kann den morgigen Tag nicht erleuchten

  13. Denn es liegt, so wie wir beschaffen sind, nicht in unserer Macht, die Schranken zu durchbrechen, welche uns von der Erkenntnis der Welt trennen.

    Helene von Druskowitz

  14. Wie könnte die Macht der Presse bestehen, wenn wir sie einfach ignorierten? Und wie wenig Anstrengung hätte uns das zu kosten!

    Richard Wagner

  15. Geld macht nicht glücklich, aber es weint sich leichter.

  16. Liebe macht blind! Aber wer verheiratet ist, kann plötzlich wieder sehen.

  17. Geld allein macht nicht glücklich, man muss es auch haben

  18. Wer sich selbst beherrschen kann, beherrscht andere.

    William Hazlitt

  19. Nur dort gibt es Liebe, wo die Wahl unwiderruflich ist, denn man muss Grenzen haben, um werden zu können.

    Antoine de Saint-Exupéry

  20. Dem großen Schulkind gratulier' ich sehr. Dir fällt die Schule ganz bestimmt nicht schwer. Wer so vergnügt und immer munter ist wie du, dem macht das Spaß, und der begreift im Nu!