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Sprüche über Anerkennung

532 Sprüche — Seite 11

Der Wunsch nach Anerkennung begleitet den Menschen weit tiefer, als es äußere Höflichkeit vermuten lässt. Gesehen, gewürdigt und im eigenen Bemühen ernst genommen zu werden, gehört zu den stillen Bedürfnissen jeder Person. Darum berührt dieses Thema Selbstwert, Leistung und zwischenmenschliche Gerechtigkeit zugleich.

Ihre Ambivalenz zeigt sich darin, dass Anerkennung stärken kann, aber nicht zum einzigen Maßstab eines Lebens werden darf. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach echtem Verdienst, nach äußeren Urteilen und innerer Unabhängigkeit und machen sichtbar, wie fein die Grenze zwischen Würdigung und Abhängigkeit verläuft.

  1. Jeder Mensch ist wichtig, der den Posten, auf dem er steht, ganz ausfüllt. Sei der Wirkungskreis noch so klein, er ist in seiner Art groß

    Friedrich von Schiller

  2. Niemand, der die Geschichte kennt, wird die Gefahren gering schätzen, die darin liegen, dass für Tagesruhm und Geld auch gewandte Redner jederzeit zu kaufen sind.

    Adolf Wilhelm Ferdinand Damaschke

  3. Zwei Dinge können im Alter Talent und Lebensgenuß zur Not ersetzen: Ruf oder Reichtum.

    Marquis de Vauvenargues

  4. Um einander zu achten, muss man sich zunächst kennen.

    Pierre Baron de Coubertin

  5. Um fremden Wert willig und frei anzuerkennen und gelten zu lassen, muss man eigenen haben.

    Arthur Schopenhauer

  6. Gib dich jeder Frau gegenüber so, als seist du in sie verliebt,und jedem Manne, als sei er dir überlegen! Bald wirst du dich im Rufe des vollendeten Gentleman befinden

    Oscar Wilde

  7. Nichts wie die Schmeichelei ist so gefährlich dir. Du weißt es, dass sie lügt, und dennoch glaubst du ihr.

    Friedrich Rückert

  8. Es ist gewiss, dass keine Musik komponiert, kein Gemälde gemalt und kein Gedicht gedichtet würde, wenn nicht der Trieb, auf andere zu wirken, im Menschen läge

    Karl Maria von Weber

  9. Erwarte kein Lob ohne Neid, bevor du tot bist!

    Charles Caleb Colton

  10. Ein klassisches Werk ist ein Buch, das die Menschen loben, aber nie lesen

    Ernest Miller Hemingway

  11. Nur wenigen ist ihre Glaubwürdigkeit mehr wert als Geld.

    Sallust

  12. Es gibt zwei gefährliche Abwege: die Vernunft schlechthin abzulegen und außer der Vernunft nichts anzuerkennen

    Blaise Pascal

  13. Gute Arbeit wird durch ein stärkendes Umfeld gefördert. Würdelose Behandlung untergräbt sie.

    Else Pannek

  14. Neid ist unbedingte Anerkennung.

    Emanuel Wertheimer

  15. Es ist ungemein wichtig und nützlich, selbst in einem kleinen Wirkungskreis als gutes Beispiel zu wirken, denn auf diese Weise beeinflusst man Dutzende und Hunderte von Menschen.

    Fjodor M. Dostojewski

  16. Für seine Arbeit muss man Zustimmung suchen, aber niemals Beifall.

    Charles-Louis de Montesquieu

  17. Was man nicht beachtet, das verliert seine Kraft; worüber man zürnt, das scheint man dadurch als wahr anzuerkennen.

    Tacitus

  18. Nicht mit Worten wirkt man auf den anderen, sondern durch sein Wesen.

    Romain Rolland

  19. Der Erwachsene achtet auf Taten, das Kind auf Liebe.

  20. Die größte Ehre, die das Weib hat, ist allzumal, dass die Männer durch sie geboren werden

    Martin Luther