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Sprüche über Anerkennung

532 Sprüche — Seite 16

Der Wunsch nach Anerkennung begleitet den Menschen weit tiefer, als es äußere Höflichkeit vermuten lässt. Gesehen, gewürdigt und im eigenen Bemühen ernst genommen zu werden, gehört zu den stillen Bedürfnissen jeder Person. Darum berührt dieses Thema Selbstwert, Leistung und zwischenmenschliche Gerechtigkeit zugleich.

Ihre Ambivalenz zeigt sich darin, dass Anerkennung stärken kann, aber nicht zum einzigen Maßstab eines Lebens werden darf. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach echtem Verdienst, nach äußeren Urteilen und innerer Unabhängigkeit und machen sichtbar, wie fein die Grenze zwischen Würdigung und Abhängigkeit verläuft.

  1. Ehrerweisung, die nicht aus der Liebe kommt, ist nicht Ehrung, sondern Schmeichelei.

    Bernhard von Clairvaux

  2. Persönlichkeiten - nicht Prinzipien - prägen die Welt

  3. Wer sich an die Weisheit des Herzens hält und sie als Autorität anerkennt, was braucht der noch andere Autoritäten?

  4. Ergebenheit ist in einem gewissen Grade mit Zuneigung verwandt, obschon sie, hauptsächlich aus Ehrfurcht bestehend, häufig mit Furcht verbunden ist.

    Charles Robert Darwin

  5. Man sagt nichts Wesentliches über den Dom aus, wenn man nur von den Steinen spricht.

    Antoine de Saint-Exupéry

  6. Den besten Gebrauch von seinem Leben macht derjenige, der es einer Sache widmet, die ihn überdauert.

    William James

  7. Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein; sie muß zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  8. Zu einem Hund, der Geld hat, sagen die Leute "Herr Hund"

  9. Man soll die lieben, über die man befiehlt, aber man soll es ihnen nicht sagen

    Antoine de Saint-Exupéry

  10. Keine wahre und dauernde Liebe kann ohne Achtung bestehen; jede andere zieht Reue nach sich und ist einer edlen Sache unwürdig.

    Johann Gottlieb Fichte

  11. Die beste Arbeit, die man tun kann, ist das, was man ohne Lob in der Stille tut.

    Vincent van Gogh

  12. Der Stand der Frauen den Männern gegenüber ist wahrlich ein harter

    Euripides

  13. Ohne den Mut verkleinern zu wollen, mit dem manche ihr Leben geopfert haben, sollten wir auch jenes Mutes nicht vergessen, mit dem andere ihr Leben gelebt haben.

    John F. Kennedy

  14. Das Schicksal einer Gesellschaft wird dadurch bestimmt, wie sie ihre Lehrer achtet

    Karl Theodor Jaspers

  15. Daheim werden verständige Männer am wenigsten geschätzt.

  16. Die Tat wird vergessen, doch das Ergebnis bleibt bestehen.

    Ovid

  17. Die Ruhmsucht wird auch von den Weisen zuallerletzt abgelegt.

    Tacitus

  18. Man leiste nur was und lasse Wirkungen von sich ausgehen, so kommen gute Gegenwirkungen von selbst.

    Theodor Storm

  19. Was ist Ehre ohne Verdienst? Und was kann man gerechtes Verdienst nennen, wenn nicht das, was einen Menschen sowohl gut als groß macht?

    Daniel Defoe

  20. Ruhm ist die Summe der Missverständnisse, die sich um einen Namen sammeln.

    Rainer Maria Rilke