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Sprüche über Anerkennung

532 Sprüche — Seite 23

Der Wunsch nach Anerkennung begleitet den Menschen weit tiefer, als es äußere Höflichkeit vermuten lässt. Gesehen, gewürdigt und im eigenen Bemühen ernst genommen zu werden, gehört zu den stillen Bedürfnissen jeder Person. Darum berührt dieses Thema Selbstwert, Leistung und zwischenmenschliche Gerechtigkeit zugleich.

Ihre Ambivalenz zeigt sich darin, dass Anerkennung stärken kann, aber nicht zum einzigen Maßstab eines Lebens werden darf. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach echtem Verdienst, nach äußeren Urteilen und innerer Unabhängigkeit und machen sichtbar, wie fein die Grenze zwischen Würdigung und Abhängigkeit verläuft.

  1. Lorbeer ist ein bittres Blatt, dem, der es sucht, und dem, der's hat.

    Franz Emanuel August Geibel

  2. Das Geheimnis, zu gefallen, besteht darin, kein solches Geheimnis zu haben.

    Sully Prudhomme

  3. Die auf der fliehenden Seite haben nie gesiegt

  4. Kein Flüchtiger wird gekrönt

  5. Wer flieht, gibt sich schuldig

  6. Wo die Frau im Hause regiert, ist der Teufel Hausknecht

  7. Hab' Achtung vor dir — und bringe es den Anderen bei.

    Else Pannek

  8. Gekaufte Anerkennung unterliegt dem Börsenkurs.

    Else Pannek

  9. Bestätigung ist für Kinder Lebenselixier und für Erwachsene Balsam.

    Else Pannek

  10. Für Steuergelder wurde gearbeitet. Sie sind es wert mit Sorgfalt und Achtung verwendet zu werden.

    Else Pannek

  11. Bescheidenheit ist eine Zier Bescheidenheit ist der einzige sichere Köder, wenn du nach Lob angelst.

    Philip Chesterfield

  12. Dem Streben nach Lob liegt ein Streben danach, lobenswert zu sein, zu Grunde.

    Adam Smith

  13. Stolz ist das Gefühl seines bestimmten Werts und durchaus lobenswert.

    Johann Gottfried Seume

  14. Ich lehne es ab, anzuerkennen, dass es Unmöglichkeiten gibt.

    Henry Ford

  15. Der Ruhm bringt jenem keine Erquickung, der ihn gestohlen hat, statt ihn sich zu verdienen.

    Nikolai Wassiljewitsch Gogol

  16. Kein großer Mensch hinterlässt uns von sich ein verschwommenes Bild, sondern ein scharfes und sehr bestimmtes.

    André Gide

  17. Die Ehre verpflichtet zur Sittlichkeit, der Ruhm noch mehr, die Macht am meisten.

    Berthold Auerbach

  18. Niemand ist zufrieden mit seinem Stande, jeder mit seinem Verstande.

    Barthold Heinrich Brockes

  19. Deine natürlichen Fähigkeiten reichen nicht aus, um dich bedeutsam zu machen.

    Epicharmos

  20. Zwei Wurzeln aller Tugend muss ich loben: Mitleid nach unten, Pietät nach oben.

    Victor Blüthgen