Sprüche über Anerkennung
532 Sprüche — Seite 5
Der Wunsch nach Anerkennung begleitet den Menschen weit tiefer, als es äußere Höflichkeit vermuten lässt. Gesehen, gewürdigt und im eigenen Bemühen ernst genommen zu werden, gehört zu den stillen Bedürfnissen jeder Person. Darum berührt dieses Thema Selbstwert, Leistung und zwischenmenschliche Gerechtigkeit zugleich.
Ihre Ambivalenz zeigt sich darin, dass Anerkennung stärken kann, aber nicht zum einzigen Maßstab eines Lebens werden darf. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach echtem Verdienst, nach äußeren Urteilen und innerer Unabhängigkeit und machen sichtbar, wie fein die Grenze zwischen Würdigung und Abhängigkeit verläuft.
Man sollte nicht die Nachkommen eines verdienten Mannes mit ihm ehren, sondern seine Vorfahren.
— Carl Ludwig Schleich
Es gibt eine Menge Leute auf der Welt, die in der Hölle sind, weil sie zu sehr vom Urteil anderer abhängen.
— Jean-Paul Sartre
Gegen Angriffe kann man sich wehren, gegen Lob ist man machtlos
— Sigmund Freud
Vereint sind auch die Schwachen mächtig
Ruhm ist ein Gift, das der Mensch nur in kleinen Dosen verträgt
— Honoré de Balzac
Freundschaft fließt aus vielen Quellen, am reinsten aber aus dem Respekt
— Daniel Defoe
Respekt und Achtung verlieren sich am schnellsten in der Wut.
— Julian Scharnau
Wer einen Menschen bessern will, muss ihn erst einmal respektieren.
— Romano Guardini
Glück entsteht nicht durch Besitz, Macht oder Prestige, sondern allein durch Beziehungen mit Menschen, die man liebt und respektiert.
Wenn du deine Pflicht tust, muss es dir gleichgültig sein, ob dich die Menschen schmähen oder preisen
— Mark Aurel
Jeder hat in tiefstem Dank derer zu gedenken, die Flammen in ihm entzündet haben.
— Albert Schweitzer
Die großen Tugenden machen einen Menschen bewundernswert, die kleinen Fehler machen ihn liebenswert.
— Pearl S. Buck
Der einzige Tyrann, den ich in dieser Welt anerkenne, ist die leise innere Stimme.
— Mahatma Gandhi
Verlieren kann die Ehre nur, wer keine hat.
— Publius Syrus
Mehr sein als scheinen - viel leisten und wenig hervortreten
— Helmuth James Graf von Moltke
Arbeit ist des Ruhmes Mutter.
Alles, was uns imponieren soll, muß Charakter haben
— Johann Wolfgang von Goethe
Die Kunst des Umgangs mit Menschen besteht darin, sich geltend zu machen, ohne andere unerlaubt zurückzudrängen.
— Adolph Freiherr von Knigge
Ein Kind bilden ist die erlesenste Aufgabe die nur irgendjemand haben kann.
— Peter Hille
Man soll den Arzt nicht vor der Rechnung loben.
— Jean-Paul Sartre