Sprüche über Anerkennung
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Der Wunsch nach Anerkennung begleitet den Menschen weit tiefer, als es äußere Höflichkeit vermuten lässt. Gesehen, gewürdigt und im eigenen Bemühen ernst genommen zu werden, gehört zu den stillen Bedürfnissen jeder Person. Darum berührt dieses Thema Selbstwert, Leistung und zwischenmenschliche Gerechtigkeit zugleich.
Ihre Ambivalenz zeigt sich darin, dass Anerkennung stärken kann, aber nicht zum einzigen Maßstab eines Lebens werden darf. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach echtem Verdienst, nach äußeren Urteilen und innerer Unabhängigkeit und machen sichtbar, wie fein die Grenze zwischen Würdigung und Abhängigkeit verläuft.
Fordre kein lautes Anerkennen! Könne was, und man wird dich kennen.
— Paul Johann Ludwig von Heyse
Obwohl die Menschen sich auf ihre grossen Taten etwas zugute tun, sind diese doch oft nicht Resultate eines grossen Planes, sondern des Zufalls.
— François de la Rochefoucauld
Ungerechtfertigtes Lob kann Schwache gefährden, ungerechter Tadel auch Starke vom rechten Weg ableiten.
— Georg Ebers
Von den Schlechten verlacht zu werden ist fast ein Lob.
— Erasmus von Rotterdam
Man ist viel wert in der Welt, wenn man sein Fach versteht.
— Adolph Freiherr von Knigge
Ein Dummkopf findet immer einen, der noch dümmer ist, der ihn bewundert.
— Otto von Leixner
Risikolos gewinnen heißt ruhmlos siegen
— Pierre Corneille
Von dem Ruhm der berühmtesten Menschen gehört immer etwas der Blödsinnigkeit der Bewunderer zu
— Georg Christoph Lichtenberg
Auch Gelegenheit macht nicht Diebe allein, sie macht auch beliebte Leute, Menschenfreunde, Helden.
— Georg Christoph Lichtenberg
Unsere Meister nennen wir billig die, von denen wir immer lernen. Nicht ein jeder, von dem wir lernen, verdient diesen Titel.
— Johann Wolfgang von Goethe
Bücher haben, genau wie Menschen, ihren Erfolg oft ihrem Titel zu verdanken.
— Peter Sirius
Seines Fleisses darf sich jeder rühmen.
Wenn der Sünder seine Ehre verliert, so schleudert er ihr in seiner Verzweiflung nur zu oft die ganzen Überreste seiner Tugend nach.
— Thomas Babington Macaulay
Wohl dem, der etwas Größeres als sich selbst lebendig kennt und liebt.
— Richard Rothe
Jeder Künstler strebt nach Ehre, wünscht, der einzige zu sein
— Wolfgang Amadeus Mozart
Lass dir an dem Bewusstsein genügen, deine Pflicht getan zu haben; andere mögen es erkennen oder nicht.
— Christoph Martin Wieland
Ein Führer entsteht nur, wenn eine Gefolgschaft bereits da ist.
— Ludwig Marcuse
Je dicker die Bretter, je tiefer der Bolz; je dümmer der Bengel, je größer der Stolz.
Es ist eben nichts Seltenes, dass einer seine Ehre für ein Ehrenzeichen verkauft.
— Christian Friedrich Wilhelm Jacobs
Man verachtet nicht alle, welche Laster haben, wohl aber jeden, der keine Tugend hat.
— François de la Rochefoucauld