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Sprüche über Anerkennung

514 Sprüche — Seite 4

Der Wunsch nach Anerkennung begleitet den Menschen weit tiefer, als es äußere Höflichkeit vermuten lässt. Gesehen, gewürdigt und im eigenen Bemühen ernst genommen zu werden, gehört zu den stillen Bedürfnissen jeder Person. Darum berührt dieses Thema Selbstwert, Leistung und zwischenmenschliche Gerechtigkeit zugleich.

Ihre Ambivalenz zeigt sich darin, dass Anerkennung stärken kann, aber nicht zum einzigen Maßstab eines Lebens werden darf. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach echtem Verdienst, nach äußeren Urteilen und innerer Unabhängigkeit und machen sichtbar, wie fein die Grenze zwischen Würdigung und Abhängigkeit verläuft.

  1. Wenn Du den Wunsch hast, ehrlich gelobt zu werden, weshalb solltest Du das einem anderen verdanken? Lobe Dich selbst!

    Seneca

  2. Liebe, Freundschaft, Achtung können nicht so verbinden wie der gemeinsame Hass auf etwas.

    Anton Tschechow

  3. Ehrungen, das ist, wenn die Gerechtigkeit ihren guten Tag hat.

    Konrad Adenauer

  4. Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn verleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten als den Andersdenkenden.

    Friedrich Nietzsche

  5. Prüfe deine Freunde im stillen, aber preise sie offen

    Publius Syrus

  6. Ruhm gleicht dem Geschenk einer Perlenkette. Es ist angenehm, aber nach einer Weile, wenn man überhaupt darüber nachdenkt, fragt man sich nur, ob sie echt oder künstlich ist.

    William Somerset Maugham

  7. Anerkennung braucht jedermann. Alle Eigenschaften können durch eine tote Gleichgültigkeit der Umgebung zugrunde gerichtet werden.

    Carl Leberecht Immermann

  8. Es ist schön, unter angesehenen Männern hervorzustechen.

    Seneca

  9. Nur wenige sind es wert, dass man ihnen widerspricht

    Friedrich Georg Jünger

  10. Je schöner eine Blüte ist, umso seltener wird sie entdeckt. Je schöner ein Wort ist, umso seltener ist es zu hören.

    Konfuzius

  11. Wer in der Öffentlichkeit Kegel schiebt, muss sich gefallen lassen, dass seine Treffer gezählt werden.

    Kurt Tucholsky

  12. Wenn du regieren willst, darfst du die Menschen nicht vor dir herjagen. Du musst sie dazu bringen, dir zu folgen.

    Charles-Louis de Montesquieu

  13. Ein Augenblick des Glückes wiegt Jahrtausende des Nachruhms auf.

    Friedrich der Große

  14. Es gibt Menschen, deren einmalige Berührung mit uns für immer einen Stachel in uns zurücklässt, ihrer Achtung und Freundschaft wert zu bleiben.

    Christian Morgenstern

  15. Die Alten lernten, um zu erhöhen den eigenen Wert; heute lernt man, um von anderen höher gewertet zu werden.

    Konfuzius

  16. Wie die Sonne nicht auf Lob und Bitte wartet, um aufzugehen, sondern eben leuchtet und von der ganzen Welt begrüßt wird, so darfst auch du weder schmeicheln noch Beifall brauchen, um Gutes zu tun

    Epiktet

  17. Viel zu viel Wert auf die Meinung anderer zu legen, ist ein allgemein herrschender Irrwahn.

    Arthur Schopenhauer

  18. Wer Ehre verdient, hat sie nicht, und wer sie hat, verdient sie nicht.

  19. Werde nie der Freund irgendjemandes, den du nicht achten kannst.

    Charles Robert Darwin

  20. Ist die Frau weniger wert als der Mann? Wer diese Frage beantwortet, muss auch sagen, ob Feuer mehr wert ist als Wasser.

    Carl Ludwig Schleich