Sprüche über Anerkennung
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Der Wunsch nach Anerkennung begleitet den Menschen weit tiefer, als es äußere Höflichkeit vermuten lässt. Gesehen, gewürdigt und im eigenen Bemühen ernst genommen zu werden, gehört zu den stillen Bedürfnissen jeder Person. Darum berührt dieses Thema Selbstwert, Leistung und zwischenmenschliche Gerechtigkeit zugleich.
Ihre Ambivalenz zeigt sich darin, dass Anerkennung stärken kann, aber nicht zum einzigen Maßstab eines Lebens werden darf. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach echtem Verdienst, nach äußeren Urteilen und innerer Unabhängigkeit und machen sichtbar, wie fein die Grenze zwischen Würdigung und Abhängigkeit verläuft.
Der herbste Tadel lässt sich ertragen, wenn man fühlt, dass derjenige, der tadelt, lieber loben würde.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Der Krone würdig sein, ist mehr, als Kronen tragen.
— Friedrich von Cronegk
Wenn sie Dich dessen erachtet, wird eine Katze Dein Freund sein, niemals Dein Sklave.
— Théophile Gautier
Wer in der Welt gefallen will, muss sich entschließen, eine Menge Dinge zu lernen, die man von Leuten erfährt, die sie nie gelernt haben.
— Nicolas Chamfort
Ich habe stets beobachtet, dass man, um Erfolg zu haben in der Welt, närrisch scheinen oder weise sein muss
— Charles-Louis de Montesquieu
Eine kleine Stelle, die du ganz ausfüllst, ist dein Ehrenplatz, die grösste, der du nicht genügst, ein Pranger.
— Otto von Leixner
Man kann die Nützlichkeit einer Idee anerkennen und doch nicht recht verstehen, sie vollkommen zu nutzen.
— Albrecht Goes
Der Mensch kann nichts Höheres erstreben im Kampfe mit Sorge und Not, al ein gutes Gewissen im Leben und einen guten Namen im Tod.
— Friedrich von Bodenstedt
Himmel und Erde, Menschen und Geister - alles liebt den Geringen, nicht den Stolzen
Den Tadel der Menschen nahm ich solange gerne an, bis ich einmal darauf achtete, wen sie lobten.
— Walter Rathenau
Zu großes Ansehen ist für die geistige Gesundheit nicht gut
— George Bernard Shaw
Manche wären sehr erstaunt zu erfahren, worauf ihre Achtung vor den Menschen beruht.
— Marquis de Vauvenargues
Willst du einen guten Ruf haben, so triff niemals die Sonne in deinem Bett
Kannst du nicht allen gefallen Durch deine Tat und dein Kunstwerk, Mach' es wenigen recht; Vielen gefallen, ist schlimm.
— Friedrich von Schiller
Frage dich, wo des Menschen Ruhm beginnt und endet. Und sieh, daß mein Ruhm nur auf meinen Feunden gründet
— William Butler Yeats
Mittleren Menschen mag man den Mut loben, edlen die Besonnenheit.
— Walter Rathenau
Die Tatsache, dass der Schmerz unsere Werte nicht anerkennt, wird in ruhigen Zeiten leicht überdeckt.
— Friedrich Georg Jünger
Der Stand der Schauspieler galt bei den Römern für schimpflich, bei den Griechen für ehrbar. Heute denken wir über sie im Grunde immer noch wie die Römer, verkehren aber mit ihnen wie die Griechen.
— Jean de la Bruyère
Orden werden verdient, erdient oder erdienert.
— Otto von Bismarck
Wer sich nicht selbst imponiert, kann niemand anderem imponieren.
— Helmut Kohl