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Sprüche über Anerkennung

532 Sprüche — Seite 19

Der Wunsch nach Anerkennung begleitet den Menschen weit tiefer, als es äußere Höflichkeit vermuten lässt. Gesehen, gewürdigt und im eigenen Bemühen ernst genommen zu werden, gehört zu den stillen Bedürfnissen jeder Person. Darum berührt dieses Thema Selbstwert, Leistung und zwischenmenschliche Gerechtigkeit zugleich.

Ihre Ambivalenz zeigt sich darin, dass Anerkennung stärken kann, aber nicht zum einzigen Maßstab eines Lebens werden darf. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach echtem Verdienst, nach äußeren Urteilen und innerer Unabhängigkeit und machen sichtbar, wie fein die Grenze zwischen Würdigung und Abhängigkeit verläuft.

  1. Nichts schmeichelt mehr unserm Stolz als das Vertrauen der Großen, weil wir es für eine Wirkung unseres Verdienstes halten. Wir vergessen, dass es sehr oft aus Eitelkeit oder aus dem Unvermögen entspr …

    François de la Rochefoucauld

  2. Ohne Geld ist die Ehre nur eine Krankheit.

    Jean Racine

  3. Nicht der sei gelobt der mit Blut seinen Ruhm erkauft. Vielmehr sei es der der das kann ohne Tod

    Martial

  4. Die Ehre hat gesetzlichen Anspruch auf Feierabend und Pension.

    Emil Gött

  5. Die Liebe ist in der Begründung des Lobes erfinderisch

    Don Bosco

  6. Wer von niemandem beneidet wird, ist nichts wert.

    Epicharmos

  7. Die eheliche Eintracht ist eine zarte Blume. Wenn ihr der Sonnenschein der Liebe oder die Nahrung der gegenseitigen Achtung fehlt, welkt die Blume schnell dahin.

    August von Kotzebue

  8. Der Glaube mag meiner Seele förderlich sein, doch meinen Ruf schickt er zum Teufel.

    Mark Twain

  9. Man kann auch jemand damit schaden, dass man ihn für Leistungen preist, die er nicht vollbracht hat.

    Ludwig Marcuse

  10. Wer selber scheinen will, wird nicht erleuchtet.

    Laotse

  11. Lob ablehnen heißt: zweimal gelobt sein wollen.

    François de la Rochefoucauld

  12. Ich habe mich so lange ums Allgemeine bemüht, bis ich einsehen lernte, was vorzügliche Menschen im Besonderen leisten.

    Johann Wolfgang von Goethe

  13. Der Ruhm eines Hochmütigen wird schnell zur Schande.

    Publius Syrus

  14. Der Wert der Leistung liegt im Geleisteten.

    Albert Einstein

  15. Suche in der Welt weniger selbst zu glänzen, als anderen Gelegenheit zu geben, sich von ihrer vorteilhaften Seite zu zeigen, wenn du gefallen willst.

    Adolph Freiherr von Knigge

  16. Der Jugend Fleiss, des Alters Ehr'

  17. Wenn die Henne ihr Gackern ließe, so wüßte man nicht, wo sie gelegt hat.

  18. Man achtet nicht, was die Sau auch schreit.

  19. Mancher glänzt an zweiter Stelle, dessen Licht an der ersten erlischt

    Voltaire

  20. Wo ein Begeisterter steht, ist der Gipfel der Welt.

    Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff