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Sprüche über Anerkennung

532 Sprüche — Seite 13

Der Wunsch nach Anerkennung begleitet den Menschen weit tiefer, als es äußere Höflichkeit vermuten lässt. Gesehen, gewürdigt und im eigenen Bemühen ernst genommen zu werden, gehört zu den stillen Bedürfnissen jeder Person. Darum berührt dieses Thema Selbstwert, Leistung und zwischenmenschliche Gerechtigkeit zugleich.

Ihre Ambivalenz zeigt sich darin, dass Anerkennung stärken kann, aber nicht zum einzigen Maßstab eines Lebens werden darf. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach echtem Verdienst, nach äußeren Urteilen und innerer Unabhängigkeit und machen sichtbar, wie fein die Grenze zwischen Würdigung und Abhängigkeit verläuft.

  1. Man sei lieber als Weiser geehrt, als wegen seiner Schlauheit gefürchtet.

    Baltasar Gracián y Morales

  2. Ehrgeizigen, denen der Weg zur Ehre verschlossen ist, hat das Schicksal das Schlimmste angetan

    Marquis de Vauvenargues

  3. Wenn du kein Kompliment bekommen kannst - mach dir selbst eines!

    Mark Twain

  4. Der Tadel des Feindes ist das schönste Lob, die Verleumdungen des Feindes die schmeichelhafteste Anerkennung.

    Wilhelm Liebknecht

  5. Der Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung

    Wilhelm Busch

  6. Sprich über das Moderne ohne Verachtung und über das Alte ohne Vergötterung.

    Philip Chesterfield

  7. Willst du dich deines Wertes freuen, so musst der Welt du Wert verleihen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  8. Der Begleiter des Ruhms ist der Neid

    Cornelius Nepos

  9. Wer allen dienen will, kommt immer am schlimmsten weg.

  10. Eine Idee, die anregen soll, muss zu dem Einzelnen kommen mit der Wucht einer Offenbarung

    William James

  11. Der Mensch setzt Ruhm an wie das Schwein Fett.

  12. Bewundern, lieben, anerkennen wer das nicht kann, ist arm zu nenen.

    Friedrich Rückert

  13. Geschichte handelt fast nur von schlechten Menschen, die später gutgesprochen worden sind.

    Friedrich Nietzsche

  14. Was andere uns zutrauen, ist meist bezeichnender für sie als für uns.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  15. Doch ehe man Respekt geniesst, muss man ihn sich verdienen. Und um ihn zu verdienen, darf man sich ihn nicht wünschen.

    Leo Tolstoi

  16. Das Wichtigste im Leben ist halt doch, dass man sich eines guten Rufes erfreut. Dann kann man sich leisten, was man will!

    Don Bosco

  17. Es ist keine Ehre von einem Narren gelobt zu werden

    Konfuzius

  18. Wer auf Hochachtung pocht, fordert alles um sich zum Tadel heraus. Eine jede Entdeckung auch des mindesten Fehlers macht jedermann eine wahre Freude.

    Immanuel Kant

  19. Es ist unmöglich, der ganzen Welt und seinem eigenen Vater zu gefallen.

    Jean de La Fontaine

  20. Manche Männer sind, wenn sie ohne Frauen bleiben, ruhmlos wie ein Tag, der keine Sonne hatte.

    Hildegard von Bingen