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Sprüche über Anerkennung

532 Sprüche — Seite 9

Der Wunsch nach Anerkennung begleitet den Menschen weit tiefer, als es äußere Höflichkeit vermuten lässt. Gesehen, gewürdigt und im eigenen Bemühen ernst genommen zu werden, gehört zu den stillen Bedürfnissen jeder Person. Darum berührt dieses Thema Selbstwert, Leistung und zwischenmenschliche Gerechtigkeit zugleich.

Ihre Ambivalenz zeigt sich darin, dass Anerkennung stärken kann, aber nicht zum einzigen Maßstab eines Lebens werden darf. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach echtem Verdienst, nach äußeren Urteilen und innerer Unabhängigkeit und machen sichtbar, wie fein die Grenze zwischen Würdigung und Abhängigkeit verläuft.

  1. Warum klagen so viele, dass sie unterschätzt werden? Schlimmer ist doch das Gegenteil.

    Friedrich Georg Jünger

  2. Frage nicht wie, sondern was man redet

  3. Von des Lebens Gütern allen ist der Ruhm das höchste doch, wenn der Leib in Staub zerfallen, lebt der große Name noch.

    Friedrich von Schiller

  4. Ein ausgesprochenes Nein wird akzeptiert und nicht übelgenommen. Ein verschwiegenes, durch spätere Nichthandlung erkennbares dagegen sehr.

    Else Pannek

  5. Schlechte Bücher taugen auch guten zu der Gegenprobe: Finst'res macht, dass jedermann desto mehr das Lichte lobe.

    Friedrich von Logau

  6. Wenn euch eine Lektüre das Herz erhebt, wenn sie euch zu edlen, tapfernen Empfindungen erfreut, dann braucht ihr kein weiteres Kriterium: das Werk ist gut

    Jean de la Bruyère

  7. Sprich zu den Menschen über sie selbst, und sie werden dir stundenlang zuhören.

    Benjamin Disraeli

  8. Gelassenheit ruht auf Selbstvertrauen — und das wächst aus Anerkennung und Erfolgen.

    Else Pannek

  9. Ich begehe nie den Fehler, mich mit Menschen zu streiten, deren Ansichten ich nicht achte.

    Edward Gibbon

  10. In Deutschland ist die höchste Form der Anerkennung der Neid

    Arthur Schopenhauer

  11. Ein jedes Problem durchläuft bis zu seiner Anerkennung drei Stufen: In der ersten wird es lächerlich gemacht, in der zweiten bekämpft, in der dritten gilt es als selbstverständlich

    Arthur Schopenhauer

  12. Ein Blick der Liebe und ein Wort der Ermunterung erreichen mehr als viele Vorwürfe.

    Don Bosco

  13. Die Katzen halten keinen für eloquent, der nicht miauen kann.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  14. Übermäßiges Lob ist wie zehn Stück Zucker im Kaffee, niemand kann das schlucken.

    Abraham Lincoln

  15. Wenn wir uns unserer eigenen Ehre wegen abmühen, haben unsere Gedanken und Werke keinen Wert.

    Don Bosco

  16. Lebe so, dass deine Geschichte Zukunft hat.

  17. Mir tun alle leid, die sich ohne Orden an der Brust halb nackt fühlen.

    Gustav Walter Heinemann

  18. Des Ruhmes Würdigkeit verliert an Wert, wenn der Gepriesene selbst mit Lob sich ehrt.

    William Shakespeare

  19. Jeder Tag ist schön, an dem deine Arbeit gelingt. Mögest du viele schöne Tage haben. Möge dir die Arbeit nie zu schwer werden, und mögest du die Früchte deiner Anstrengungen ernten.

  20. Quaesitam meritis sume superbiam! - Nimm den Stolz an, zu dem dich Leistung berechtigt!

    Horaz