887 Sprüche — Seite 12
Wo menschliche Sprache an ihre Grenze gerät, beginnt oft das tastende Reden von Gott. In diesem Thema verdichten sich Ehrfurcht, Trost, Zweifel und die Sehnsucht nach einem Sinn, der über das Sichtbare hinausweist. Seit Jahrhunderten suchen Menschen Worte für das, was sie trägt, erschüttert oder rettet.
Seine religiöse Tiefe entfaltet sich nicht nur in Gewissheiten, sondern ebenso im Fragen, Hoffen und Vertrauen. Die Sprüche zu diesem Thema spiegeln jene Bewegung des Herzens, die zwischen Demut und Zuversicht ihren Ausdruck sucht und im Glauben mehr erkennt als bloße Lehre oder fromme Formel.
Wen Gott nicht hält, der fällt.
An Gottes Segen ist alles gelegen.
Die menschliche Existenz ohne den Glauben an Gott für erträglich zu halten, beruht auf Gedankenlosigkeit.
— Richard Rothe
Das Beste ist doch das Letzte im Leben, denn dafür wird alles gemacht. In Gottes Hand ist unsere Zeit.
— Robert Browning
Wer Gott vertraut, hat wohl nicht auf Sand gebaut.
Für den gläubigen Menschen steht Gott am Anfang, für den Wissenschaftler am Ende aller seiner Überlegungen.
— Max Planck
Wer den lebendigen Gott von Angesicht zu Angesicht sehen will, soll ihn nicht am leeren Firmament seiner Gedankenwelt suchen, sondern in der Menschenliebe.
— Fjodor M. Dostojewski
Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.
Gott schläft im Stein, träumt in der Pflanze, erwacht im Tier und handelt im Menschen.
Christus steht nicht hinter uns als unsere Vergangenheit, sondern vor uns als unsere Hoffnung.
— Friedrich von Bodelschwingh
Die Freuden des Himmels mögen durch zwei Dinge gesteigert werden: dass Gott dich beim Namen ruft und dass dein Schutzengel ein Loblied auf dich anstimmt.
Groß sind die Werke des Herrn, kostbar allen, die sich an ihnen freuen.
Ich wünsche dir zur Kommunion, dass Gott Vater und Gott Sohn beschützen dich mit Segen auf allen deinen Wegen. Dann wanderst fromm und glücklich du der gold'nen Himmelspforte zu.
— Ernst Moritz Arndt
Gott hat jedem Menschen die Fähigkeit verliehen, etwas zu erreichen. Keinen Menschen hat er ohne alle Talente gelassen.
— Martin Luther King
Gott gab uns die Erinnerung, damit wir im Dezember Rosen haben können
Wer glaubt,ohne Suchen Gott finden zu können, der glaubt zuviel.
— Angelus Silesius
Man hat so viele Gegner, aber nur einen Gott
— Mark Twain
Die Botschaft jeder Religion lautet, dass der Mensch nicht wirklich Mensch ist, wenn er nicht seinen Schöpfer preist.
— Mahatma Gandhi
Gott ist die Freude. Deshalb hat er die Sonne vor sein Haus gestellt.
— Franz von Assisi
Dem Mutigen hilft Gott.
— Friedrich von Schiller