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Sprüche über Gott

805 Sprüche — Seite 19

Wo menschliche Sprache an ihre Grenze gerät, beginnt oft das tastende Reden von Gott. In diesem Thema verdichten sich Ehrfurcht, Trost, Zweifel und die Sehnsucht nach einem Sinn, der über das Sichtbare hinausweist. Seit Jahrhunderten suchen Menschen Worte für das, was sie trägt, erschüttert oder rettet.

Seine religiöse Tiefe entfaltet sich nicht nur in Gewissheiten, sondern ebenso im Fragen, Hoffen und Vertrauen. Die Sprüche zu diesem Thema spiegeln jene Bewegung des Herzens, die zwischen Demut und Zuversicht ihren Ausdruck sucht und im Glauben mehr erkennt als bloße Lehre oder fromme Formel.

  1. Wirf auf Gott keinen Kies, denn er wird Steine auf dich werfen.

  2. Das Wort Gottes ist frei; es will nicht Fesseln dulden durch Vorschriften des Menschen.

    — Martin Luther

  3. Wen der liebe Gott einmal bei der Arbeit gesehen hat, dem besorgt er laufend neue

    — Carl Ludwig Schleich

  4. In mir ist es finster, aber bei dir ist das Licht; ich bin einsam, aber du verlässt mich nicht; ich bin kleinmütig, aber bei dir ist die Hilfe; ich bin unruhig, aber bei dir ist der Friede; in mir …

  5. Im Glück nicht stolz sein und im Leid nicht zagen, das Unvermeidliche mit Würde tragen. Das Rechte tun, am Schönen sich erfreuen, das Leben lieben und den Tod nicht scheuen, und fest an Gott und b …

    — Karl Streckfuß

  6. Wenn Gott einen strafen will, tut er ihm die Augen zu.

  7. Arznei hilft, wo Gott will, wenn nicht, so ist's des Lebens Ziel.

  8. Gott ist dreifach von Person und doch einfach von Natur. Gott ist auch an allen Orten, und an jedem Ort ist Gott ganz. Das will so viel sagen, dass alle Orte ein Ort Gottes sind.

    — Eckhart von Hochheim

  9. Der weisse, stolze Schwan hat wunderbar gesungen, und weinend bin ich an mein Lebensend gedrungen, welch streng und hartes Schicksal, ist ungetröstet sterben. Um mich der Tod will werben, im Tod w …

    — Jakob Arcadelt

  10. Gottes Mühle mahlt langsam, aber klein.

  11. Das Gebet ist das tröstliche Zuhören Gottes

  12. Und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.

  13. Gott ist weder gut noch vollkommen; wenn ich Gott gut nenne, so sage ich etwas ebenso Verkehrtes, als wenn ich das Weiße schwarz nennen würde.

    — Eckhart von Hochheim

  14. Osterbotschaft - auferstanden! tönt's in allen Christenlanden, weckt der Geister Hochgesang. Tritt auch du aus deinen Falten zu den höheren Gestalten, Seele, Gott sei dein Gesang.

    — Katharina Elisabeth Goethe

  15. Ein Blitzableiter auf einem Kirchturm ist das denkbar stärkste Misstrauensvotum gegen den lieben Gott.

    — Karl Kraus

  16. Die in sich selbst ruhende, eigentliche Wahrheit ist mit Gott identisch. Erkenntnis des Wahren ist Wirkung der Wahrheit.

    — Anselm von Canterbury

  17. Wir danken Gott für seine Gnad, mit der er uns behütet hat, und bitten, dass er im neuen Jahr, vor allem Leid auch uns bewahr.

  18. Lasst uns dem Leben trauen, weil wir es nicht allein zu leben haben, sondern Gott es mit uns lebt.

    — Alfred Friedrich Delp

  19. Ei ja! - da bin ich wirklich froh! Denn, Gott sei Dank! ich bin nicht so!

    — Wilhelm Busch

  20. Das Leben eines jeden Menschen ist ein von Gotteshand geschriebenes Märchen.

    — Hans Christian Andersen