Sprüche über Gott
805 Sprüche — Seite 41
Wo menschliche Sprache an ihre Grenze gerät, beginnt oft das tastende Reden von Gott. In diesem Thema verdichten sich Ehrfurcht, Trost, Zweifel und die Sehnsucht nach einem Sinn, der über das Sichtbare hinausweist. Seit Jahrhunderten suchen Menschen Worte für das, was sie trägt, erschüttert oder rettet.
Seine religiöse Tiefe entfaltet sich nicht nur in Gewissheiten, sondern ebenso im Fragen, Hoffen und Vertrauen. Die Sprüche zu diesem Thema spiegeln jene Bewegung des Herzens, die zwischen Demut und Zuversicht ihren Ausdruck sucht und im Glauben mehr erkennt als bloße Lehre oder fromme Formel.
Wenn Gott dir Witz gibt, so trage ihn wie dein Schwert in der Scheide und blitze nicht damit zum Schrecken der Gesellschaft umher.
— Joachim Heinrich Campe
Noch hat keiner Gott erflogen, der vor Gottes Teufeln flüchtet.
— Richard Fedor Leopold Dehmel
Auf dieser Erde gehören Leben und Tod zusammen. Das Reich Gottes kennt nur noch das Leben, nicht mehr den Tod.
— Philipp Dessauer
Natürlich - ich habe gebetet - und hat Gott das gekümmert?
— Emily Elizabeth Dickinson
Man sagt, dass Gott überall ist, aber immer denken wir an ihn als an ein etwas Entferntes.
— Emily Elizabeth Dickinson