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Sprüche über Gott

805 Sprüche — Seite 38

Wo menschliche Sprache an ihre Grenze gerät, beginnt oft das tastende Reden von Gott. In diesem Thema verdichten sich Ehrfurcht, Trost, Zweifel und die Sehnsucht nach einem Sinn, der über das Sichtbare hinausweist. Seit Jahrhunderten suchen Menschen Worte für das, was sie trägt, erschüttert oder rettet.

Seine religiöse Tiefe entfaltet sich nicht nur in Gewissheiten, sondern ebenso im Fragen, Hoffen und Vertrauen. Die Sprüche zu diesem Thema spiegeln jene Bewegung des Herzens, die zwischen Demut und Zuversicht ihren Ausdruck sucht und im Glauben mehr erkennt als bloße Lehre oder fromme Formel.

  1. Ich wünsche, es gäbe einen Gott. Ich sehne mich, ihn zu loben, ihm zu danken

    Katherine Mansfield

  2. Mutter ist das Wort für Gott auf den Lippen und in den Herzen von kleinen Kindern.

    William Makepeace Thackeray

  3. Die Menschenseele ist ein Bild, mit welchem Gott sich selbst betrachtet.

    Hermann Stehr

  4. Gottes Nähe und Zuspruch können inwendig wohl auch ein Krankenbett zum Paradies machen.

    Gerhard Tersteegen

  5. Gott lieben heißt, das Geheimnis zu leben gefunden zu haben.

    Alexandre Vinet

  6. Die Kalendermacher machen die Kalender, aber Gott macht das Wetter.

    Julius Wilhelm Zincgref

  7. Sorg, aber sorge nicht zuviel, es geht doch alles wie Gott es will.

    Julius Wilhelm Zincgref

  8. Gott erscheint mir als das größte Abenteuer der Weltgeschichte. Seine kleinste Wirklichkeit ist größer als unsere kühnste Illusion.

    Jane Laura Addams

  9. Wir werden alle von Gott gebraucht und manchesmal auch verbraucht.

    Ferdinand Ebner

  10. Beten heißt seine ganze Existenz auf Gott konzentrieren

    Ferdinand Ebner

  11. Die wahre Freude des Lebens, die sich im tiefsten Leid bewährt, ist die Freude darüber, dass Gott ist und dass der Mensch Gottes Kind ist.

    Ferdinand Ebner

  12. Gott wird als Du oder Ich erlebt, je nachdem, wo das Bewusstseinszentrum ruht; doch wer ihn als Ich erlebt, erlebt ihn tiefer

    Graf Hermann Keyserling

  13. Gott dienen mit beständ'gem Sinn ist aller Weisheit Anbeginn.

    Bernhard Freidank

  14. Wie groß auch eine Missetat, Gott dennoch größre Gnade hat.

    Bernhard Freidank

  15. Nur Gott kann ohne Gefahr allmächtig sein.

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

  16. Wir können Gott mit dem Verstande suchen, aber finden können wir ihn nur mit dem Herzen.

    Joszef Freiherr von Eötvös

  17. Ein Herz ohne Leiden gleicht einer Welt ohne Offenbarung. Es sieht Gott nur im Dämmerlichte.

    Sebastian Faber

  18. Jeder Tag ohne Liebe zu erweisen oder zu empfangen, ist ein verlorener in Gottes Reich.

    Theodor Toeche-Mittler

  19. Religionen sind die Friedhöfe des Geistes. Man kann nicht den Lebendigen bei den Toten suchen.

    Heinrich Lhotzky

  20. Gott ist unerklärbar und unbeweisbar. Das ist seine Ehre und seine Majestät. Aber wer ihn erlebt, dem leuchtet die Lebenssonne, der ist außerstande, je von Gott zu lassen.

    Heinrich Lhotzky