Sprüche über Gott
805 Sprüche — Seite 28
Wo menschliche Sprache an ihre Grenze gerät, beginnt oft das tastende Reden von Gott. In diesem Thema verdichten sich Ehrfurcht, Trost, Zweifel und die Sehnsucht nach einem Sinn, der über das Sichtbare hinausweist. Seit Jahrhunderten suchen Menschen Worte für das, was sie trägt, erschüttert oder rettet.
Seine religiöse Tiefe entfaltet sich nicht nur in Gewissheiten, sondern ebenso im Fragen, Hoffen und Vertrauen. Die Sprüche zu diesem Thema spiegeln jene Bewegung des Herzens, die zwischen Demut und Zuversicht ihren Ausdruck sucht und im Glauben mehr erkennt als bloße Lehre oder fromme Formel.
Ein Mensch, der wahre Gottesfurcht im Herzen hat, ist wie die Sonne, die da scheinet und wärmt, wenn sie auch nicht redet
— Matthias Claudius
Wenn Gott gewollt hätte, dass wir uns waschen, hätte er das Parfum nie zugelassen.
— Napoleon
Kein Leid ist sinnlos. Immer gründet es in der Weisheit Gottes.
— Augustinus
Wenn Gott aufrichtig gesucht wird, steht der Weg zu ihm immer offen.
— Maria Ward
Der Tod bedeutet die Tilgung jeglichen Schmerzes, und er ist die Grenze, über die unsere Leiden nicht hinausgelangen; er gibt uns wieder jenen Zustand der Ruhe zurück, dem wir vor unserer Geburt a …
— Seneca
Erst mussten wir zusammen die Schulbank drücken, jahrelang. Dann kam die Abschlussprüfung, Gott sei Dank! Die Jahre vergingen dann wie im Fluge, doch jetzt sind wir wieder mal am Zuge. Der Zahn de …
Was Gott will erquicken, das läßt er nicht ersticken.
Vorwärts, meine Töchter, nur keine Verzweiflung, wenn das Gebot des Gehorsams von euch verlangt, dass ihr euch mit weltlichen Dingen befasst. Wenn es Küchenarbeit sein sollte, dann müsst ihr wissen …
— Theresia von Avila
Wenn eine Seele aufwacht und lernt, Gott etwas heiterer ins Gesicht hineinzuschauen, was gibt das für ein neues Leben! Das kann alles neu machen und umgießen.
— Johann Albrecht Bengel
Gott hat warscheinlich etwas mit Elektrizität zu tun: sonst gäbe es wohl keine Herzschrittmacher.
Gott, gib mir ein reines Herz, lass mich nicht aus dem Blickfeld deines Auges verschwinden. Segne meine Kinder, meine Frau und segne meine Habe und mein Vieh.
Christus hat Recht, uns auf die Kinder zu weisen, von ihnen kann man leben lernen und selig werden.
— Johann Wolfgang von Goethe
Genieße, was dir Gott beschieden; entbehre gern, was du nicht hast; ein jeder Stand hat seinen Frieden, ein jeder Stand hat seine Last
— Christian Fürchtegott Gellert
Die Achtung Gottes - wenn es erlaubt ist, so zu sprechen - läßt sich leichter gewinnen als die Achtung der Menschen, denn Gott rechnet uns unsere Bemühungen an.
— Joseph Joubert
Menschen sind wir Rechenschaft schuldig nach dem Gesetz, aber Gott nach dem Herzen.
— Adolph Kolping
Sieh nicht, was andre tun, der andern sind so viel, du kommst nur in ein Spiel, das nimmermehr wird ruhn. Geh einfach Gottes Pfad, lass nichts sonst Führer sein, so gehst du recht und grad, und gi …
— Christian Morgenstern
Erst das Leiden hat der Menschheit das Gefühl der Religion, den Gedanken eines Gottes erschaffen.
— Stefan Zweig
Jedes Kind bringt die Botschaft mit auf die Welt, dass Gott sich von den Menschen noch nicht hat entmutigen lassen.
— Rabindranath Tagore
Unser Nehmen heißt beten und unser Geben heißt lieben. Beides aber ist nur dem Glauben möglich, der von Gottes Gnade lebt.
— Friedrich von Bodelschwingh
Den letzten Weg musst du alleine gehen, ohne Hilfe, ohne Hand. Doch Gott, der Herr, wird am Wege stehen und führt Dich hinein in sein himmlisches Land.