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Sprüche über Gott

805 Sprüche — Seite 16

Wo menschliche Sprache an ihre Grenze gerät, beginnt oft das tastende Reden von Gott. In diesem Thema verdichten sich Ehrfurcht, Trost, Zweifel und die Sehnsucht nach einem Sinn, der über das Sichtbare hinausweist. Seit Jahrhunderten suchen Menschen Worte für das, was sie trägt, erschüttert oder rettet.

Seine religiöse Tiefe entfaltet sich nicht nur in Gewissheiten, sondern ebenso im Fragen, Hoffen und Vertrauen. Die Sprüche zu diesem Thema spiegeln jene Bewegung des Herzens, die zwischen Demut und Zuversicht ihren Ausdruck sucht und im Glauben mehr erkennt als bloße Lehre oder fromme Formel.

  1. Ohne Gottheit gibt es für den Menschen weder Zweck, noch Hoffnung, nur eine zitternde Zukunft, ein ewiges Bangen vor jeder Dunkelheit.

    — Jean Paul

  2. Wir sterben des Todes und sind wie Wasser, das auf die Erde gegossen wird und das nicht wieder gesammelt werden kann; aber Gott will nicht das Leben wegnehmen.

  3. Gott ist nicht allmächtig. Er kann keine Mauer bauen, über die er nicht hinwegspringen kann. Er kann keinen Stein machen, den er nicht heben kann.

    — Blaise Pascal

  4. Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

  5. Man verlässt Gott nicht, wenn man zu einem Hilfsbedürftigen geht, denn man findet ihn dort wieder

    — Vinzenz von Paul

  6. Man sollte nicht ängstlich fragen: Was wird und kann noch kommen, sondern sagen: "Ich bin gespannt, was Gott jetzt noch mit mir vorhat".

    — Selma Lagerlöf

  7. Wer Gott aufgibt, der löscht die Sonne aus, um mit einer Laterne weiter zu wandeln

    — Christian Morgenstern

  8. Niemand kann frommer sein, als es ihm Gott hat zugemessen

  9. Gott, inbrünstig möcht ich beten, doch der Erde Bilder treten immer zwischen dich und mich.

    — Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff

  10. Gott hat mir's gegeben, und der Teufel soll es mir nicht nehmen.

  11. Unser himmlischer Vater nimmt uns nie etwas fort, um uns arm zu machen.

    — James Hudson Taylor

  12. Was wir um Christi willen aufgeben, ist unser Gewinn, was wir zurückbehalten, ist in Wirklichkeit Verlust.

    — James Hudson Taylor

  13. Gott windet aller Menschen Missetat auf einen Knäuel.

  14. Gott will uns nicht durch eigene, sondern durch fremde Gerechtigkeit und Weisheit selig machen, durch eine Gerechtigkeit, die nicht aus uns kommt und aus uns wächst, sondern von anderswoher zu uns …

    — Martin Luther

  15. Ich sammelte alle meine Gefühle in meinem Gebet.

    — Fjodor M. Dostojewski

  16. Gott segne jeden Schritt, den ich mache und segne den Grund unter meinen Füßen.

  17. Herr, gib ihm die Erfüllung seiner Sehnsucht und vollende sein Leben in dir. Lass ihn dein Angesicht schauen.

  18. Vermutlich hat Gott die Frau erschaffen, um den Mann kleinzukriegen

    — Voltaire

  19. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.

  20. Ich hoffe auf den Herrn, es hofft meine Seele, ich warte voll Vertrauen auf sein Wort.