887 Sprüche — Seite 16
Wo menschliche Sprache an ihre Grenze gerät, beginnt oft das tastende Reden von Gott. In diesem Thema verdichten sich Ehrfurcht, Trost, Zweifel und die Sehnsucht nach einem Sinn, der über das Sichtbare hinausweist. Seit Jahrhunderten suchen Menschen Worte für das, was sie trägt, erschüttert oder rettet.
Seine religiöse Tiefe entfaltet sich nicht nur in Gewissheiten, sondern ebenso im Fragen, Hoffen und Vertrauen. Die Sprüche zu diesem Thema spiegeln jene Bewegung des Herzens, die zwischen Demut und Zuversicht ihren Ausdruck sucht und im Glauben mehr erkennt als bloße Lehre oder fromme Formel.
Wir sind alle schuldig, einander zu verzeihen, sofern wir wollen, dass Gott uns verzeiht.
— Ulrich Zwingli
Stark wie der Tod ist die Liebe. Auch Wasserfluten löschen sie nicht aus.
Der Tod, den die Menschen fürchten, ist die Trennung der Seele vom Körper. Den Tod aber, den die Menschen nicht fürchten, ist die Trennung von Gott.
— Augustinus
Eh man noch ein Wörtchen spricht, weiß schon Gott, was uns gebricht.
Die Strasse komme dir entgegen, der Wind stärke dir den Rücken, die Sonne scheine warm in dein Gesicht, der Regen falle sanft auf deine Felder. Bis wir uns wieder sehen, berge dich Gott in der Ti …
Gott, der Herr, sei über dir und segne dich. Gott, der Herr, sei vor dir und leite dich. Gott, der Herr, sei neben dir und halte dich. Er sei dir Sonne und Schild, dass deine Füße feste Schritte …
Hoffnung ist nichts anderes als das Vertrauen auf die Endlosigkeit der göttlichen Liebe.
— Charles de Foucauld
Gott ist heute mit uns. Genügt das nicht?
— Charles de Foucauld
Schiffe stranden nur an Felsen, die Gott geschaffen hat.
— Gorch Fock
Gott läßt sich keinen Baum in den Himmel wachsen.
Gott findet den Schuldigen.
Die Liebe liebt das, was Gott liebt, und haßt das, was Gott haßt.
— Katharina von Siena
Hilf dir selbst, so hilft dir Gott.
Gott ist der Ursprung von allem; er ist der reinste Körper und seine Vorsehung durchdringt alles.
— Zenon von Kition
Das ist die köstlichste der Gaben, die Gott dem Menschenherzen gibt, die eitle Selbstsucht zu begraben, indem die Seele glüht und liebt.
— Franz Emanuel August Geibel
Irgendwie, bewußt oder unbewußt, ist jeder Mensch auf der Suche nach Gott.
— Rainer Haak
Ich wünsche euch zum Hochzeitstage ein langes Leben ohne Plage. Der liebe Gott schenke euch Glück, und lenke gnädig euer Geschick.
Gottes Gewölbe steht fest und hat doch keine Balken.
Gott gibt leisen Wind, wenn die Schafe geschoren sind.
Es gehört zu deiner Berufung, das Evangelium von den Dächern zu rufen, nicht durch das Wort, sondern durch dein Leben
— Charles de Foucauld