Sprüche über Gott
805 Sprüche — Seite 23
Wo menschliche Sprache an ihre Grenze gerät, beginnt oft das tastende Reden von Gott. In diesem Thema verdichten sich Ehrfurcht, Trost, Zweifel und die Sehnsucht nach einem Sinn, der über das Sichtbare hinausweist. Seit Jahrhunderten suchen Menschen Worte für das, was sie trägt, erschüttert oder rettet.
Seine religiöse Tiefe entfaltet sich nicht nur in Gewissheiten, sondern ebenso im Fragen, Hoffen und Vertrauen. Die Sprüche zu diesem Thema spiegeln jene Bewegung des Herzens, die zwischen Demut und Zuversicht ihren Ausdruck sucht und im Glauben mehr erkennt als bloße Lehre oder fromme Formel.
Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir.
Weil Gott nicht überall sein konnte, schuf er die Mutter.
Tun wir nach besten Kräften das Beste, und Gott wird das Gute nie ohne Segen lassen
— Adolph Kolping
Gott hat nur Wasser geschaffen, aber der Mensch machte den Wein.
— Victor-Marie Hugo
Wer immer irgendetwas unter dem Gesichtspunkt des Guten will, dessen Wille ist gleichförmig dem göttlichen Willen.
— Thomas von Aquin
Glaube an dich selbst, Mensch, glaube an den inneren Sinn deines Wesens, so glaubst du an Gott und an die Unsterblichkeit!
— Johann Heinrich Pestalozzi
Für viele ist Gott kaum mehr als eine Berufungsinstanz gegen das Verdammungsurteil der Welt über ihr eigenes Versagen.
— William James
Christus mag für jemanden gestorben sein, aber jedenfalls nicht für mich.
— Albert Camus
Da wir wissen, dass Gott nichts Böses tun kann, lässt sich leicht erraten, woher die Frau kommt.
— Emile Zola
Hätte ich früher erkannt, was ich jetzt weiß, dass der winzige Palast meiner Seele einen so großen König beherbergt, dann hätte ich ihn nicht so häufig darin allein gelassen
— Theresia von Avila
Ich bin voller Hoffnung auf Gottes Güte.
— Maria Ward
Denn unser keiner lebt sich selber, und keiner stirbt sich selber. Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn.
Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.
Man muss an Gott glauben, und wenn man den Glauben nicht hat, dann soll man an seine Stelle keinen Sensationsrummel setzen, sondern suchen, suchen, einsam suchen, allein mit sich und seinem Gewissen.
— Anton Tschechow
Der Zorn Gottes währt nur einen Augenblick, die göttliche Barmherzigkeit ist ewig.
— Joseph Joubert
Der Glaube ist nicht der Anfang, sondern das Ende allen Wissens
— Johann Wolfgang von Goethe
Aussendienstlers Wanderlied: Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den läßt er für 'ne Firma reisen, die willig alle Spesen trägt und niemals nach dem Auftrag frägt!
Der liebe Gott hat es gewollt, dass die Mück' uns stechen sollt'. Es wär zu schön auf dieser Welt, wenn die Mück' im Sommer fehlt.
Genieße, wer nicht glauben kann. Die Lehre ist ewig wie die Welt. Wer glauben kann, entbehre.
— Friedrich von Schiller
Gott weiß wohl, warum er der Geiß den Schwanz abgehauen hat.