887 Sprüche — Seite 21
Wo menschliche Sprache an ihre Grenze gerät, beginnt oft das tastende Reden von Gott. In diesem Thema verdichten sich Ehrfurcht, Trost, Zweifel und die Sehnsucht nach einem Sinn, der über das Sichtbare hinausweist. Seit Jahrhunderten suchen Menschen Worte für das, was sie trägt, erschüttert oder rettet.
Seine religiöse Tiefe entfaltet sich nicht nur in Gewissheiten, sondern ebenso im Fragen, Hoffen und Vertrauen. Die Sprüche zu diesem Thema spiegeln jene Bewegung des Herzens, die zwischen Demut und Zuversicht ihren Ausdruck sucht und im Glauben mehr erkennt als bloße Lehre oder fromme Formel.
Kinder sind eine Gabe Gottes. Das Zur-Welt-Kommen ist ein Geschenk.
Gott ist in uns daheim - wir sind in der Fremde.
— Eckhart von Hochheim
Vermutlich hat Gott die Frau erschaffen, um den Mann kleinzukriegen
— Voltaire
Herr, gib ihm die Erfüllung seiner Sehnsucht und vollende sein Leben in dir. Lass ihn dein Angesicht schauen.
Der Herr ist nahe allen, die ihn rufen.
Der Herr wird seinen Engel mit dir senden, und Gnade zu Deiner Reise geben.
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm. Furcht gibt es nicht in der Liebe, die vollkommene Liebe vertreibt die Furcht. Wer sich fürchtet, ist in der Li …
Des Menschen Seele gleicht dem Wasser: Vom Himmel kommt es, zum Himmel steigt es, und immer wieder nieder zur Erde muss es, ewig wechselnd.
— Johann Wolfgang von Goethe
Wenn du ein Kind siehst, hast du Gott auf frischer Tat ertappt
— Martin Luther
Ich denke, wenn ich einmal ein ernster Christ werde, dann werde ich mich am meisten darüber schämen, dass ich dies nicht früher geworden bin, sondern erst alles andere habe versuchen wollen.
— Sören Kierkegaard
Klein ist der Mensch, der Vergängliches sucht, groß aber, wer das Ewige im Sinn hat.
— Antonius von Padua
Wenn du noch eine Mutter hast, so danke Gott und sei zufrieden; nicht allen auf dem Erdenrund ist dieses hohe Glück beschieden.
— Friedrich Wilhelm Kaulisch
Wie die Mutter sich freut, wenn sie das erste Lächeln ihres Kindes bemerkt, so freut sich Gott jedesmal, wenn er vom Himmel sieht, daß ein Sünder sich vor ihm aus vollem Herzen zum Gebet beugt.
— Fjodor M. Dostojewski
Eigentlich solle ich mich schämen, Gott mit meiner Person zu behelligen. Aber seltsam, ich fühle, dass sich Gott mit mir beschäftigt.
— Karl Ferdinand Gutzkow
Ich weiß nicht, wohin Gott mich führt, aber ich weiß, dass er mich führt.
— Gorch Fock
Da mir mein Sein so unbekannt, so steht es wohl in Gottes Hand, die führet mich so aus wie ein, so darf ich wohl getröstet sein.
— Ludwig Thoma
Der Unterschied zwischen Gott und den Historikern besteht hauptsächlich darin, dass Gott die Vergangenheit nicht mehr ändern kann.
— Samuel Butler
Gott ist ein Komödiant, der vor einem Publikum spielt, das zu ängstlich zum Lachen ist.
— Voltaire
Ich habe angefangen, Kirchen, Kapellen, Bischöfe und das Ganze zu hassen. Ein Mensch kann auch ohne das tapfer vor seinen Gott treten
— John Knittel
Üb' immer Treu und Redlichkeit bis an dein kühles Grab, und weiche keinen Finger breit von Gottes Wegen ab!
— Ludwig Christoph Heinrich Hölty