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Sprüche über Gott

805 Sprüche — Seite 21

Wo menschliche Sprache an ihre Grenze gerät, beginnt oft das tastende Reden von Gott. In diesem Thema verdichten sich Ehrfurcht, Trost, Zweifel und die Sehnsucht nach einem Sinn, der über das Sichtbare hinausweist. Seit Jahrhunderten suchen Menschen Worte für das, was sie trägt, erschüttert oder rettet.

Seine religiöse Tiefe entfaltet sich nicht nur in Gewissheiten, sondern ebenso im Fragen, Hoffen und Vertrauen. Die Sprüche zu diesem Thema spiegeln jene Bewegung des Herzens, die zwischen Demut und Zuversicht ihren Ausdruck sucht und im Glauben mehr erkennt als bloße Lehre oder fromme Formel.

  1. Ich kann nirgendwo die Liebe Gottes besser ablesen als im Kreuz... Da eröffnet er die Quelle, die mich freimacht von aller Schuld. Da ist eine Tür in den Himmel.

    Wilhelm Busch

  2. Die Hilfe Gottes, muss ich vermuten, liegt für uns heute ein wenig im weiten; denn nach diesem Leben hilft er den Guten, in diesem Leben den Gescheiten.

    Franz Grillparzer

  3. Wer den Armen leiht, dem zahlt Gott die Zinsen.

  4. Kümmern wir uns um das Heute - Gott wird sich um das Morgen kümmern.

    Gorch Fock

  5. Gott sei dank, dass der Spaß nicht totzukriegen ist auf dieser so sehr mürrischen Welt!

    Wilhelm Raabe

  6. Der Quell echter Reue sprudelt in heiligen Tiefen, und nur in der einsamen Stille eines göttlichen Ursprungs waschen sich schuldige Hände und Seelen rein.

    Conrad Ferdinand Meyer

  7. Wenn wir jeder von uns bei uns selbst anfangen, uns zu bessern, und wenn wir uns zuerst selbst bessern, jeder von uns, dann kommen wir mit Gottes Hilfe zum inneren und äußeren Frieden.

    Konrad Adenauer

  8. Das Ineinanderfließen in der Gottheit ist ein Sprechen sonder Wort und sonder Laut, ein Hören sonder Ohren, ein Sehen sonder Augen.

    Eckhart von Hochheim

  9. Gott hat den Menschen mit der Willenskraft und Vernunft ihr Schicksal in die Hand gelegt.

    Adalbert Stifter

  10. Ich glaube nicht, dass derselbe Gott, der uns Sinne, Vernunft und Verstand gab, uns ihren Gebrauch verbieten wollte.

    Galileo Galilei

  11. Gott hat für alles seine Zeit.

    Maria Ward

  12. Er sprach zu mir: Halt dich an mich, es soll dir jetzt gelingen; ich geb mich selber ganz für dich, da will ich für dich ringen; denn ich bin dein, und du bist mein und wo ich bleibe, da soll …

    Martin Luther

  13. Denn wir können die Kinder nach unserem Sinne nicht formen; so wie Gott sie uns gab, so muss man sie haben und lieben, sie erziehen aufs beste und jeglichen lassen gewähren. Denn der eine hat die, …

    Johann Wolfgang von Goethe

  14. Die Arbeit ist unser, das Gedeihen Gottes.

  15. Das höchste Gut des Geistes ist die Erkenntnis Gottes, und die höchste Tugend des Geistes ist, Gott zu erkennen.

    Baruch de Spinoza

  16. Gott erblicken wir nicht, aber überall erblicken wir Göttliches.

    Friedrich von Schlegel

  17. Heute weiß ich, dass Glauben nichts ist als das Hineinleben in die göttliche Welt.

    Carl Friedrich Paul Ernst

  18. Das Gebet ist meiner Ansicht nach nichts anderes als ein Gespräch mit einem Freund, mit dem wir oft und gern allein zusammenkommen, um mit ihm zu reden, weil er uns liebt.

    Theresia von Avila

  19. Behandelt die Frauen mit Nachsicht! Aus krummer Rippe ward sie geschaffen; Gott konnte sie nicht grade machen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  20. Helligkeit besteht darin, mit einem Lächeln den Willen Gottes zu tun.

    Mutter Theresa