Sprüche über Gott
805 Sprüche — Seite 20
Wo menschliche Sprache an ihre Grenze gerät, beginnt oft das tastende Reden von Gott. In diesem Thema verdichten sich Ehrfurcht, Trost, Zweifel und die Sehnsucht nach einem Sinn, der über das Sichtbare hinausweist. Seit Jahrhunderten suchen Menschen Worte für das, was sie trägt, erschüttert oder rettet.
Seine religiöse Tiefe entfaltet sich nicht nur in Gewissheiten, sondern ebenso im Fragen, Hoffen und Vertrauen. Die Sprüche zu diesem Thema spiegeln jene Bewegung des Herzens, die zwischen Demut und Zuversicht ihren Ausdruck sucht und im Glauben mehr erkennt als bloße Lehre oder fromme Formel.
Unser Herrgott hat des öfteren seine schönsten und größten Gaben dem gemeinsten Tier gegeben. Nur die Menschen suchen sie dort nicht.
— Martin Luther
Als Gott am sechsten Schöpfungstag alles ansah, was er gemacht hatte, war zwar alles gut, aber dafür war auch die Familie noch nicht da.
— Kurt Tucholsky
Mache das Geld zu deinem Gott, und es wird dich quälen wie der Teufel.
— Henry Fielding
Die Vernunft ist das größte Hindernis für den Glauben, weil alles Göttliche ihr absurd scheint.
— Martin Luther
Die wunderbare Einrichtung und Harmonie des Weltalls kann nur nach dem Plane eines allwissenden und allmächtigen Wesen zustande gekommen sein. Das ist und bleibt meine letzte und höchste Erkenntnis. …
— Isaac Newton
Gott hat Geduld mit dem irdischen Erdenpilger! Wenn er auch zuweilen abirrt, Gott führt ihn doch endlich wieder auf die rechte Straße seiner Wallfahrt, damit er am Gnadenort ankomme. Wenn nur der …
— Adolph Kolping
Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde, das erklärt manches.
— Mark Twain
Als Gott ein Mann wurde, da war der Teufel zuvor schon zur Frau geworden
Was vergangen, sei vergeben, wer da glaubt und hofft, wird leben. Was faul ist, das muß fallen. Gruß von Gott den Mutigen allen.
Möge dein Weg dir freundlich entgegenkommen, möge der Wind dir den Rücken stärken. Möge die Sonne dein Gesicht erhellen und der Regen um dich her die Felder tränken. Und bis wir beide, du und ich, …
Was du scheinst, das werten die Menschen. Was du bist, das wertet Gott.
— Margarete Seemann
Herr, hier bin ich. Du hast mich gerufen.
Der Quell echter Reue sprudelt in heiligen Tiefen, und nur in der einsamen Stille eines göttlichen Ursprungs waschen sich schuldige Hände und Seelen rein.
— Conrad Ferdinand Meyer
Wen Gott erhöhen will, so legen alle Heiligen die Hände an die Leiter.
Die Kindheit ist ein Augenblick Gottes.
— Achim von Arnim
Ich kann nirgendwo die Liebe Gottes besser ablesen als im Kreuz... Da eröffnet er die Quelle, die mich freimacht von aller Schuld. Da ist eine Tür in den Himmel.
— Wilhelm Busch
Gott sieht durch die Finger, aber nicht ewig.
Wenn man alle Treue, Liebe, Huld und Zärtlichkeit der Eltern, Kinder, Ehegatten, Verwandten, Freunde und all derer, die einander Gutes tun, zusammengießen könnte, so wäre es kein Tröpflein gegen das M …
— Johann Albrecht Bengel
Gott sei dank, dass der Spaß nicht totzukriegen ist auf dieser so sehr mürrischen Welt!
— Wilhelm Raabe
Mathematik = Das Alphabet, mit dessen Hilfe Gott das Universum beschrieben hat.
— Galileo Galilei