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Sprüche über Gott

805 Sprüche — Seite 6

Wo menschliche Sprache an ihre Grenze gerät, beginnt oft das tastende Reden von Gott. In diesem Thema verdichten sich Ehrfurcht, Trost, Zweifel und die Sehnsucht nach einem Sinn, der über das Sichtbare hinausweist. Seit Jahrhunderten suchen Menschen Worte für das, was sie trägt, erschüttert oder rettet.

Seine religiöse Tiefe entfaltet sich nicht nur in Gewissheiten, sondern ebenso im Fragen, Hoffen und Vertrauen. Die Sprüche zu diesem Thema spiegeln jene Bewegung des Herzens, die zwischen Demut und Zuversicht ihren Ausdruck sucht und im Glauben mehr erkennt als bloße Lehre oder fromme Formel.

  1. Wer Gott vertraut, hat wohl nicht auf Sand gebaut.

  2. Alles Göttliche und alles Schöne ist schnell und leicht. Oder sammelt die Freude sich etwa so wie Geld und andere Materien durch ein konsequentes Betragen?

    Friedrich von Schlegel

  3. An Gottes Segen ist alles gelegen.

  4. Wen Gott nicht hält, der fällt.

  5. Der Gott muss in den Liebenden sein, ihre Umarmung ist eigentlich seine Umschließung, die sie in demselben Augenblicke gemeinschaftlich fühlen, und hernach auch wollen.

    Friedrich Schleiermacher

  6. Der Mensch ist Gottes Kindheit.

    Angelus Silesius

  7. Ich fürchte den Tod nicht; was ich in Gottes Auge gelte, weiß ich; ich bin ein armer Sünder, nur das Verdienst meines Erlösers wird mir die ewige Seligkeit erwerben.

    Heinrich Friedrich Karl vom Stein

  8. Gott sieht das Herz an.

  9. Bei Gott ist kein Ding unmöglich.

  10. Die Sonne droben ist ein großer Blick der Liebe; Gott schaut mit diesem Blick uns an.

    Christoph A. Tiedge

  11. Das einzige, was Gott davon abhält, noch eine Sintflut zu senden, ist die Tatsache, dass die erste nutzlos war

    Nicolas Chamfort

  12. Will's Gott, wer wendet's?

  13. Meine Freunde, bittet Gott um Fröhlichkeit, seid fröhlich wie die Kinder, wie die Vögel des Himmels. Die Sünde der Menschen soll euch nicht bekümmern, fürchtet euch nicht, daß sie euch an der Vollendu …

    Fjodor M. Dostojewski

  14. Wider Gottes Gewalt kann keiner.

  15. Christus hat durch erstes Kommen uns des Teufels Reich genommen. Kommt er jetzt nicht bald hernieder, kriegt der Teufel alles wieder.

    Friedrich von Logau

  16. Man muss Gott beim Herzen zu pachen verstehen, das ist seine schwache Seite.

    Theresia von Avila

  17. Die Hilfe Gottes ist unser weiter Raum, der uns frei und fröhlich macht.

    Martin Luther

  18. Gott begegnet dir überall, wenn du ihn grüßen möchtest.

  19. Ehe du Gott suchst, hat dich Gott schon gefunden.

  20. Danken heißt, sich vor Gott hinsetzen und sich freuen