Sprüche über Gott
805 Sprüche — Seite 17
Wo menschliche Sprache an ihre Grenze gerät, beginnt oft das tastende Reden von Gott. In diesem Thema verdichten sich Ehrfurcht, Trost, Zweifel und die Sehnsucht nach einem Sinn, der über das Sichtbare hinausweist. Seit Jahrhunderten suchen Menschen Worte für das, was sie trägt, erschüttert oder rettet.
Seine religiöse Tiefe entfaltet sich nicht nur in Gewissheiten, sondern ebenso im Fragen, Hoffen und Vertrauen. Die Sprüche zu diesem Thema spiegeln jene Bewegung des Herzens, die zwischen Demut und Zuversicht ihren Ausdruck sucht und im Glauben mehr erkennt als bloße Lehre oder fromme Formel.
Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.
Herr, gib ihm die Erfüllung seiner Sehnsucht und vollende sein Leben in dir. Lass ihn dein Angesicht schauen.
Der Herr ist nahe allen, die ihn rufen.
Wenn du ein Kind siehst, hast du Gott auf frischer Tat ertappt
— Martin Luther
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm. Furcht gibt es nicht in der Liebe, die vollkommene Liebe vertreibt die Furcht. Wer sich fürchtet, ist in der Li …
Des Menschen Seele gleicht dem Wasser: Vom Himmel kommt es, zum Himmel steigt es, und immer wieder nieder zur Erde muss es, ewig wechselnd.
— Johann Wolfgang von Goethe
Ich denke, wenn ich einmal ein ernster Christ werde, dann werde ich mich am meisten darüber schämen, dass ich dies nicht früher geworden bin, sondern erst alles andere habe versuchen wollen.
— Sören Kierkegaard
Klein ist der Mensch, der Vergängliches sucht, groß aber, wer das Ewige im Sinn hat.
— Antonius von Padua
Wenn du noch eine Mutter hast, so danke Gott und sei zufrieden; nicht allen auf dem Erdenrund ist dieses hohe Glück beschieden.
— Friedrich Wilhelm Kaulisch
Der Unterschied zwischen Gott und den Historikern besteht hauptsächlich darin, dass Gott die Vergangenheit nicht mehr ändern kann.
— Samuel Butler
Gott ist ein Komödiant, der vor einem Publikum spielt, das zu ängstlich zum Lachen ist.
— Voltaire
Üb' immer Treu und Redlichkeit bis an dein kühles Grab, und weiche keinen Finger breit von Gottes Wegen ab!
— Ludwig Christoph Heinrich Hölty
Mitten wir im Leben sind mit dem Tod umfangen. Wer ist, der uns Hilfe bringt, dass wir Gnad erlangen? Das bist du, Herr, alleine. Uns reuet unsre Missetat, die dich, Herr, erzürnet hat. Heilige …
— Martin Luther
Der Zufall ist das Pseudonym, das der liebe Gott wählt, wenn er inkognito bleiben will
— Albert Schweitzer
Wie die Mutter sich freut, wenn sie das erste Lächeln ihres Kindes bemerkt, so freut sich Gott jedesmal, wenn er vom Himmel sieht, daß ein Sünder sich vor ihm aus vollem Herzen zum Gebet beugt.
— Fjodor M. Dostojewski
Eigentlich solle ich mich schämen, Gott mit meiner Person zu behelligen. Aber seltsam, ich fühle, dass sich Gott mit mir beschäftigt.
— Karl Ferdinand Gutzkow
Ich danke Gott und freue mich wie's Kind zur Weihnachtsgabe, dass ich bin, bin! und dass ich dich schön menschlich Antlitz habe; dass ich die Sonne,Berg und Meer und Laub und Gras kann sehen und …
— Matthias Claudius
Da mir mein Sein so unbekannt, so steht es wohl in Gottes Hand, die führet mich so aus wie ein, so darf ich wohl getröstet sein.
— Ludwig Thoma
Der Tod ist das Tor zum Leben.
Gott ist uns Zuflucht und Stärke,ein bewärter Helfer in allen Nöten.