887 Sprüche — Seite 18
Wo menschliche Sprache an ihre Grenze gerät, beginnt oft das tastende Reden von Gott. In diesem Thema verdichten sich Ehrfurcht, Trost, Zweifel und die Sehnsucht nach einem Sinn, der über das Sichtbare hinausweist. Seit Jahrhunderten suchen Menschen Worte für das, was sie trägt, erschüttert oder rettet.
Seine religiöse Tiefe entfaltet sich nicht nur in Gewissheiten, sondern ebenso im Fragen, Hoffen und Vertrauen. Die Sprüche zu diesem Thema spiegeln jene Bewegung des Herzens, die zwischen Demut und Zuversicht ihren Ausdruck sucht und im Glauben mehr erkennt als bloße Lehre oder fromme Formel.
Der Vater im Himmel segne und tröste dich. Er erfülle dein Herz mit Freude und nehme die Sorgen von dir.
Der Mensch: ein Wesen, das am Ende einer Woche Arbeit entstand, als Gott bereits sehr müde war.
— Mark Twain
Wir müssen bereit werden, uns von Gott unterbrechen zu lassen.
— Dietrich Bonhoeffer
Gott trifft selbst durch das Dach des eigenen Hauses.
Eine Frau ist das Mächtigste auf Erden, und in ihrer Hand liegt es, den Mann dahin zu leiten, wo Gott ihn haben will.
— Henrik Johan Ibsen
Die recht Frommen haben sogar ihren Gott, um den nächsten damit zu schikanieren.
— Emil Gött
Überlassen wir uns der göttlichen Vorsehung; sie weiß genau das herbeizuführen, was wir brauchen.
— Vinzenz von Paul
Möge der Weg sich vor dir öffnen, und möge Gott mit dir sein.
Gotteskinder, göttliche Keime sind wir. Einst werden wir sein, was unser Vater ist.
— Novalis
Die Quelle des Ideals ist der heiße Durst nach Ewigkeit, die Sehnsucht nach Gott, also das Edelste unsrer Natur.
— Friedrich von Schlegel
Herr, gib ihm die ewige Ruhe. Und das ewige Licht leuchte ihm. Lass ihn ruhen in Frieden.
Gott verfehlt nie, uns zu helfen, wenn die Zeit da ist und wenn wir von unserer Seite aus alles getan haben, was wir konnten
— Vinzenz von Paul
Suchet den Herrn, und ihr werdet leben.
Wir haben kein Recht zu fragen, warum Gott das, was er tut, so tut.
— John Henry Newman
Im Westen hat man Christus verloren, und deshalb kommt der Westen zu Fall, einzig und allein deshalb.
— Fjodor M. Dostojewski
Leben wir, so leben wir dem Herrn. Sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Ob wir darum leben oder sterben, wir gehören dem Herrn.
Wollst endlich sonder Grämen aus dieser Welt uns nehmen durch einen sanften Tod! Und, wenn du uns genommen, lass uns in Himmel kommen, du unser Herr und unser Gott.
— Matthias Claudius
Gib uns Frieden, Herr, an dem Tag, der keinen Abend kennt.
— Augustinus
Wein ist Gottes zweitbestes Geschenk an den Mann.
— Ambrose Bierce
Wen Gott strafen will, dem schenkt er eine geltungsbedürftige Frau.
— Johann Kaspar Lavater