Sprüche über Gott
805 Sprüche — Seite 29
Wo menschliche Sprache an ihre Grenze gerät, beginnt oft das tastende Reden von Gott. In diesem Thema verdichten sich Ehrfurcht, Trost, Zweifel und die Sehnsucht nach einem Sinn, der über das Sichtbare hinausweist. Seit Jahrhunderten suchen Menschen Worte für das, was sie trägt, erschüttert oder rettet.
Seine religiöse Tiefe entfaltet sich nicht nur in Gewissheiten, sondern ebenso im Fragen, Hoffen und Vertrauen. Die Sprüche zu diesem Thema spiegeln jene Bewegung des Herzens, die zwischen Demut und Zuversicht ihren Ausdruck sucht und im Glauben mehr erkennt als bloße Lehre oder fromme Formel.
Wenn wir mit Christus gestorben sind, dann werden wir auch mit ihm leben.
Ich will auf den Herrn schauen und warten auf den Gott meines Heils
Nicht Worte sucht Gott bei dir, sondern das Herz
— Augustinus
Freundschaft ist die Übereinstimmunt in allen göttlichen und menschlichen Dingen, vereint mit Wohlwollen und Liebe ...
— Marcus Tullius Cicero
Gottes Engel kommen im Verborgenen zu uns
— James Russell Lowell
Wer für Gott keine Zeit hat, dem fehlt sie auch für sich selbst.
Niemand unter den Sterblichen ist so groß, dass er nicht in ein Gebet eingeschlossen werden könnte.
— Bertolt Brecht
Gott hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu trösten alle Trauernden. Die in Trauerkleidung herumgehen sollen wieder Gewänder des Lebens …
Der Segen der Erde, der guten, der reichen Erde sei für dich da! Weich sei die Erde dir, wenn du auf ihr ruhst, müde am Ende des Tages, und leicht ruhe die Erde auf dir am Ende des Lebens, dass d …
Religion ist die Erkenntnis aller unserer Pflichten als göttliche Gebote.
— Immanuel Kant
Gott schuf das Böse, damit die Hölle nicht leer steht.
Es gibt Zeiten, da schafft ein Volk Gott ab. Gott ist zum Glück toleranter.
Wenn ich das Wunder eines Sonnenuntergangs oder die Schönheit des Mondes bewundere, weitet sich meine Seele in der Ehrfurcht vor dem Schöpfer
— Mahatma Gandhi
Er der Schöpfer, beuge sich herab zu dir und segne dich, er reiß auf die himmlischen Tore, er neige sein Angesicht zu dir, denn das Leben kann nur Frucht bringen durch seinen Segen! Nichts entsteh …
Sei treu bis in den Tod, dann werde ich dir den Kranz des Lebens geben.
Die Erde ist randvoll mit Himmel, und in jedem gewöhnlichen Dornenbusch brennt Gott, aber nur jene, die sehen können, ziehen ihre Schuhe aus; die anderen sitzen drum herum und pflücken Brombeeren.
— Elizabeth Barrett Browning
Beschert Gott den Hasen, beschert er auch den Rasen.
Gott hat die Esel geschaffen, damit sie dem Menschen zum Vergleich dienen können.
— Christian Johann Heinrich Heine
Ein gerades Wort ist eine Göttergabe.
Die Ehen werden im Himmel geschlossen, darum erfordert dieser Stand eine so überirdische Geduld
— Johann Nepomuk Nestroy