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Sprüche über Mensch

938 Sprüche — Seite 16

Zwischen Vernunft und Irrtum, Mitgefühl und Überheblichkeit bewegt sich das Bild vom Menschen seit jeher. Kein anderes Wesen kann so viel erschaffen, zerstören, hoffen, erinnern und sich zugleich über sich selbst täuschen. Darin liegt die Faszination dieses Themas, das nie nur Bewunderung, sondern immer auch Selbstprüfung verlangt.

Seine Widersprüchlichkeit ist kein Makel am Rand, sondern der eigentliche Kern des Menschseins. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Würde und Schwäche, Verantwortung und Verblendung und zeigen, wie eng Größe und Fehlbarkeit im menschlichen Wesen miteinander verflochten sind.

  1. Schuld haben sie beide nicht: Weder der Mensch, noch das Schicksal; sie passen nur immer ganz genau aufeinander.

    Wilhelm Raabe

  2. Was aber die Leute gemeiniglich das Schicksal nennen, sind meistens nur ihre eigenen dummen Streiche.

    Arthur Schopenhauer

  3. Der Mensch ist nie so schön, als wenn er um Verzeihung bittet oder selbst verzeiht.

    Jean Paul

  4. Wer den Menschen verachtet, ist kein großer Mensch.

    Marquis de Vauvenargues

  5. Der Wille nämlich ist es, der dem Menschen Leiden verursacht.

    Katharina von Siena

  6. Was uns im Leben am meisten Not tut ist ein Mensch, der uns zu dem zwingt, was wir können.

    Ralph Waldo Emerson

  7. Das Herz gibt allem, was der Mensch sieht, hört und weiß, die Farbe.

    Johann Heinrich Pestalozzi

  8. Die Welt ist vollkommen überall, wo der Mensch nicht hinkommt mit seiner Qual.

    Friedrich von Schiller

  9. Die Klarheit seines Innern ist für die Menschen das höchste Gut.

    Friedrich von Schiller

  10. Es gäbe keine Geselligkeit, alle Familienbande würden gelockert, wenn die Gedanken der Menschen auf ihrer Stirn zu lesen wären.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  11. Sollte ich glücklich sein, so müssten es erst alle anderen Menschen um mich her sein.

    Gerhart Johann Robert Hauptmann

  12. Niemand ist so uninteressant wie ein Mensch ohne Interesse.

    Thomas Browne

  13. Ein Mensch ohne Leidenschaft ist ein Steinbild ohne Leben. Keine große Tat geschah, deren Mutter sie nicht war.

    Augustinus

  14. Der Mensch lernt nur auf eigene Kosten.

  15. Der Mensch lebt durch Geradheit. Ohne sie lebt er von glücklichen Zufällen und vom Ausweichen

    Konfuzius

  16. Ist wirklich die Welt so schadenfroh, wie du sie schilderst in scharfen Zügen, was ärgerst du über die Menschen dich so und machst ihnen dadurch soviel Vergnügen?

    Heinrich Leuthold

  17. Im Herzen eines Menschen ruht der Anfang und das Ende aller Dinge

    Leo Tolstoi

  18. Der Erfolg eines Menschen ist immer im Grundgefüge seiner Persönlichkeit begründet.

    Ralph Waldo Emerson

  19. Der Trieb zum Guten ist dem Menschen eingepflanzt von Natur wie dem Wasser der Trieb, bergab zu fließen.

  20. Sieh zu, daß du ein ehrlicher Mensch wirst, denn damit sorgst du dafür, dass es einen Schurken weniger auf der Welt gibt.

    Thomas Carlyle