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Sprüche über Mensch

938 Sprüche — Seite 4

Zwischen Vernunft und Irrtum, Mitgefühl und Überheblichkeit bewegt sich das Bild vom Menschen seit jeher. Kein anderes Wesen kann so viel erschaffen, zerstören, hoffen, erinnern und sich zugleich über sich selbst täuschen. Darin liegt die Faszination dieses Themas, das nie nur Bewunderung, sondern immer auch Selbstprüfung verlangt.

Seine Widersprüchlichkeit ist kein Makel am Rand, sondern der eigentliche Kern des Menschseins. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Würde und Schwäche, Verantwortung und Verblendung und zeigen, wie eng Größe und Fehlbarkeit im menschlichen Wesen miteinander verflochten sind.

  1. Jeder muss jemanden lieb haben. Die Tragödie ist, dass so viele Menschen sich selbst wählen.

    Albert Schweitzer

  2. Man kann das Gesicht eines Menschen kennen, aber nicht sein Herz.

  3. Achte auf die Stille und bewahre sie, denn sie bringt alle Träume des Menschen.

  4. Es gibt für den Menschen keine geräuschlosere und ungestörtere Zufluchtsstätte als seine eigenen Seele. Halte recht oft solche stille Einkehr und erneuere so dich selbst.

    Mark Aurel

  5. Ein vernünftiger Mensch wird einer Hoffnung, die ins Wasser fiel, nie nachspringen

  6. Ein Egoist ist ein Mensch, der nicht an mich denkt.

    Eugène Labiche

  7. Das Wunderbare am Menschen ist, dass er wohl derselbe bleibt, aber nicht der gleiche.

    Wilhelm Raabe

  8. Unsere Zeit ist so aufregend, dass man die Menschen eigentlich nur noch mit Langeweile schockieren kann.

    John Steinbeck

  9. Die Natur ist unerbittlich und unveränderlich, und es ist ihr gleichgültig, ob die verborgenen Gründe und Arten ihres Handelns dem Menschen verständlich sind oder nicht.

    Galileo Galilei

  10. Die Katze ist das einzige vierbeinige Tier, das dem Menschen eingeredet hat, er müsse es erhalten, es brauche aber dafür nichts zu tun.

    Kurt Tucholsky

  11. Man glaubt nicht, was jeder Mensch glaubt, was er für ein Mensch ist.

    Johann Nepomuk Nestroy

  12. An einem offenen Paradiesgärtchen geht der Mensch gleichgültig vorbei und wird erst traurig, wenn es verschlossen ist.

    Gottfried Keller

  13. Die meisten Menschen können sich in Gesellschaft nur auf Kosten anderer unterhalten.

    Marquis de Vauvenargues

  14. Die Tugend eines Menschen sollte nicht an seinen besonderen Leistungen gemessen werden, sondern an seinen alltäglichen.

    Blaise Pascal

  15. Ohne einen feinen Beisatz von Selbstironie ist jeder Mensch mehr oder weniger ungenießbar. Daher gibt es so viele Ungenießbare.

    Theodor Fontane

  16. Moral ist eine Wichtigtuerei des Menschen vor der Natur.

    Friedrich Nietzsche

  17. Mach Freundschaft mit eines Menschen Güte, nicht mit seinem Gut

  18. Nicht Sprüche sind es, woran es fehlt; die Bücher sind voll davon. Woran es fehlt, sind Menschen, die sie anwenden

    Epiktet

  19. Die Menschen werden besser, wenn man Besseres von Ihnen erwartet und wenn man mit ihnen umgeht, als seien sie schon besser

    Karl Theodor Jaspers

  20. Zuerst die gute Nachricht: Das Glück begegnet uns in ganz vielen Farben. Jetzt die schlechte Nachricht: Die meisten Menschen sind farbenblind.

    Rainer Haak