Sprüche über Mensch
938 Sprüche — Seite 4
Zwischen Vernunft und Irrtum, Mitgefühl und Überheblichkeit bewegt sich das Bild vom Menschen seit jeher. Kein anderes Wesen kann so viel erschaffen, zerstören, hoffen, erinnern und sich zugleich über sich selbst täuschen. Darin liegt die Faszination dieses Themas, das nie nur Bewunderung, sondern immer auch Selbstprüfung verlangt.
Seine Widersprüchlichkeit ist kein Makel am Rand, sondern der eigentliche Kern des Menschseins. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Würde und Schwäche, Verantwortung und Verblendung und zeigen, wie eng Größe und Fehlbarkeit im menschlichen Wesen miteinander verflochten sind.
Jeder muss jemanden lieb haben. Die Tragödie ist, dass so viele Menschen sich selbst wählen.
— Albert Schweitzer
Man kann das Gesicht eines Menschen kennen, aber nicht sein Herz.
Achte auf die Stille und bewahre sie, denn sie bringt alle Träume des Menschen.
Es gibt für den Menschen keine geräuschlosere und ungestörtere Zufluchtsstätte als seine eigenen Seele. Halte recht oft solche stille Einkehr und erneuere so dich selbst.
— Mark Aurel
Ein vernünftiger Mensch wird einer Hoffnung, die ins Wasser fiel, nie nachspringen
Ein Egoist ist ein Mensch, der nicht an mich denkt.
— Eugène Labiche
Das Wunderbare am Menschen ist, dass er wohl derselbe bleibt, aber nicht der gleiche.
— Wilhelm Raabe
Unsere Zeit ist so aufregend, dass man die Menschen eigentlich nur noch mit Langeweile schockieren kann.
— John Steinbeck
Die Natur ist unerbittlich und unveränderlich, und es ist ihr gleichgültig, ob die verborgenen Gründe und Arten ihres Handelns dem Menschen verständlich sind oder nicht.
— Galileo Galilei
Die Katze ist das einzige vierbeinige Tier, das dem Menschen eingeredet hat, er müsse es erhalten, es brauche aber dafür nichts zu tun.
— Kurt Tucholsky
Man glaubt nicht, was jeder Mensch glaubt, was er für ein Mensch ist.
— Johann Nepomuk Nestroy
An einem offenen Paradiesgärtchen geht der Mensch gleichgültig vorbei und wird erst traurig, wenn es verschlossen ist.
— Gottfried Keller
Die meisten Menschen können sich in Gesellschaft nur auf Kosten anderer unterhalten.
— Marquis de Vauvenargues
Die Tugend eines Menschen sollte nicht an seinen besonderen Leistungen gemessen werden, sondern an seinen alltäglichen.
— Blaise Pascal
Ohne einen feinen Beisatz von Selbstironie ist jeder Mensch mehr oder weniger ungenießbar. Daher gibt es so viele Ungenießbare.
— Theodor Fontane
Moral ist eine Wichtigtuerei des Menschen vor der Natur.
— Friedrich Nietzsche
Mach Freundschaft mit eines Menschen Güte, nicht mit seinem Gut
Nicht Sprüche sind es, woran es fehlt; die Bücher sind voll davon. Woran es fehlt, sind Menschen, die sie anwenden
— Epiktet
Die Menschen werden besser, wenn man Besseres von Ihnen erwartet und wenn man mit ihnen umgeht, als seien sie schon besser
— Karl Theodor Jaspers
Zuerst die gute Nachricht: Das Glück begegnet uns in ganz vielen Farben. Jetzt die schlechte Nachricht: Die meisten Menschen sind farbenblind.
— Rainer Haak