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Sprüche über Mensch

938 Sprüche — Seite 46

Zwischen Vernunft und Irrtum, Mitgefühl und Überheblichkeit bewegt sich das Bild vom Menschen seit jeher. Kein anderes Wesen kann so viel erschaffen, zerstören, hoffen, erinnern und sich zugleich über sich selbst täuschen. Darin liegt die Faszination dieses Themas, das nie nur Bewunderung, sondern immer auch Selbstprüfung verlangt.

Seine Widersprüchlichkeit ist kein Makel am Rand, sondern der eigentliche Kern des Menschseins. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Würde und Schwäche, Verantwortung und Verblendung und zeigen, wie eng Größe und Fehlbarkeit im menschlichen Wesen miteinander verflochten sind.

  1. Der Mensch besieht sein Spiegelbild nicht in fließendem Wasser, sondern im stillen Wasser.

    Dschuang Dsi

  2. Das Firmament ist der Thron aller Schönheit, wie auch der Mensch seinen Thron hat, die Erde nämlich

    Hildegard von Bingen

  3. Ein vernünftiger Mensch erholt sich bei einer Arbeit von der anderen.

    Helmuth James Graf von Moltke

  4. Der Mensch ist zur Arbeit, der Vogel zum Fliegen geschaffen

  5. Die Rinder weiden am Abgrund, wie der Mensch ständig an einem Abgrund sein Leben führt

  6. Unglückliche Menschen sind undankbare Menschen; das Glück wohnt niemals bei Undankbaren.

    Nikolaus B. Enkelmann

  7. Der Mensch ist das lernfähigste Wesen, denn er kann lernen, sein Unterbewußtsein zu beeinflussen

    Nikolaus B. Enkelmann

  8. Probleme sind kein Zeichen von Schwäche oder Minderwertigkeit, sondern ein Zeichen, dass wir Mensch sind.

    Nikolaus B. Enkelmann

  9. Ich bin kein ausgeklügeltes Buch; ich bin ein Mensch mit seinem Widerspruch.

    Conrad Ferdinand Meyer

  10. Was Gott ist, wird in Ewigkeit kein Mensch ergründen, doch will er treu sich allezeit mit uns verbünden.

    Conrad Ferdinand Meyer

  11. Sprichwörtlich heißt es: Kein Mensch ist unersetzlich. Aber die wenigen, die es eben doch sind, sind groß.

    Jacob Christoph Burckhardt

  12. Ein großer Mensch ist derjenige, der sein Kinderherz nicht verliert.

    James Legge

  13. Mensch sein ist nicht leicht, es ist fast unmöglich.

    August Strindberg

  14. Es ist selten, dass ein Mensch weiß, was er eigentlich glaubt.

    Oswald Spengler

  15. Der Mensch ist nichts anderes, als er isst

    Carl Friedrich von Rumohr

  16. Wer sich als besserer Mensch vom Gebet erhebt, dessen Gebet ist erhört.

    George Meredith

  17. Der Mensch ist dazu bestimmt, die Wahrheit zu erkennen. Das ist seine wahre Aufgabe.

    Alexandre Vinet

  18. Der Mensch braucht wenig und auch das nicht lang.

    Edward Young

  19. Der Mensch hört früher auf zu fühlen als zu hoffen.

    Edward Young

  20. Die wahre Freude des Lebens, die sich im tiefsten Leid bewährt, ist die Freude darüber, dass Gott ist und dass der Mensch Gottes Kind ist.

    Ferdinand Ebner