Sprüche über Mensch
938 Sprüche — Seite 41
Zwischen Vernunft und Irrtum, Mitgefühl und Überheblichkeit bewegt sich das Bild vom Menschen seit jeher. Kein anderes Wesen kann so viel erschaffen, zerstören, hoffen, erinnern und sich zugleich über sich selbst täuschen. Darin liegt die Faszination dieses Themas, das nie nur Bewunderung, sondern immer auch Selbstprüfung verlangt.
Seine Widersprüchlichkeit ist kein Makel am Rand, sondern der eigentliche Kern des Menschseins. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Würde und Schwäche, Verantwortung und Verblendung und zeigen, wie eng Größe und Fehlbarkeit im menschlichen Wesen miteinander verflochten sind.
Der Mensch hat dreierlei Wege, klug zu handeln: erstens durch Nachdenken, das ist der edelste; zweitens durch Nachahmen, das ist der leichteste; drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste.
— Konfuzius
Wenn man jedes Jahr eine bösartige Gewohnheit ausreißt, wird mit der Zeit der schlimmste Mensch gut
— Benjamin Franklin
Ich habe mich so lange ums Allgemeine bemüht, bis ich einsehen lernte, was vorzügliche Menschen im Besonderen leisten.
— Johann Wolfgang von Goethe
Der Mensch liebt seine eigenen Fehler.
Die Menschen sollen nicht so viel nachdenken, was sie tun sollen, sie sollen vielmehr bedenken, was sie sind.
— Eckhart von Hochheim
Zur Geburt Ein kleiner Mensch kam auf die Welt und ein Traum wurde wahr...
Jeder Mensch ist berufen, hier und jetzt sein Schicksal auf Erden anzunehmen
Die Frau ist ein menschliches Wesen, das sich anzieht, schwatzt und sich auszieht.
— Voltaire
Wenn du einen Menschen zum Nachdenken anregst, kannst du heimlich seinen Reis essen.
Jeder Mensch ist ein neues Gottes-, Welt- und Menschengericht.
— Hermann Stehr
Indem der Mensch die Natur entmachtet, entzieht sie ihm die Bekömmlichkeit
Kein Fisch ohne Gräte, kein Mensch ohne Mängel.
Der Mensch liebt nur einmal.
Wenn die Menschen nicht danach sind, oben und unten, hilft die Verfassung nicht, und wäre sie vom Himmel gefallen.
— Adolph Kolping
Naturnotwendig will der Mensch das Gute.
— Thomas von Aquin
Ein kampfsüchtiger Hahn wird nie ein fleischiges Speisehähnchen, ein angeberischer Mensch vollbringt keine große Tat.
Wer einen Menschen tötet, tötet ein vernünftiges Wesen, Gottes Ebenbild; aber wer ein gutes Buch vernichtet, tötet die Vernunft selbst, tötet das Ebenbild Gottes, sozusagen als Abbild.
— John Milton
Die Jugend zeigt den Mann an, so wie der Morgen den Tag ankündigt.
— John Milton
Die Frau ist die notwendige Ergänzung des Mannes - ohne die Frau kann der Mann nicht Mensch sein, ohne Teilnahme der Frau kann der Mann kein menschliches Ideal verwirklichen.
— Wilhelm Liebknecht
Die menschliche Hand bedeutet menschliche Macht: Mit dem durchgeistigten Handeln der Hand ist der Mensch der Natur gegenüber gefährlich geworden.
— Oswald Spengler