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Sprüche über Mensch

938 Sprüche — Seite 27

Zwischen Vernunft und Irrtum, Mitgefühl und Überheblichkeit bewegt sich das Bild vom Menschen seit jeher. Kein anderes Wesen kann so viel erschaffen, zerstören, hoffen, erinnern und sich zugleich über sich selbst täuschen. Darin liegt die Faszination dieses Themas, das nie nur Bewunderung, sondern immer auch Selbstprüfung verlangt.

Seine Widersprüchlichkeit ist kein Makel am Rand, sondern der eigentliche Kern des Menschseins. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Würde und Schwäche, Verantwortung und Verblendung und zeigen, wie eng Größe und Fehlbarkeit im menschlichen Wesen miteinander verflochten sind.

  1. Arbeit um der Arbeit willen ist gegen die menschliche Natur.

    John Locke

  2. Der Mensch ist nicht das, was er geleistet und erlistet hat, sondern das, was er erlitten hat

    Albert Schweitzer

  3. Großer Schmerz und große Lust bilden Menschen am besten

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  4. Das höchste Glück des Menschen ist die Befreiung von der Furcht.

    Walter Rathenau

  5. Ein Buch hat oft auf eine ganze Lebenszeit einen Menschen gebildet oder verdorben.

    Johann Gottfried Herder

  6. Was für eine Philosophie man wähle, hängt davon ab, was für ein Mensch man ist.

    Johann Gottlieb Fichte

  7. In dem großen Strudel von Kräften steht der Mensch und bildet sich ein, jener Strudel sei vernünftig und habe einen vernünftigen Zweck: Irrtum!

    Friedrich Nietzsche

  8. Der Mensch kennt alle Dinge der Erde, aber den Menschen kennt er nicht.

    Jeremias Gotthelf

  9. Zwischen den Menschen besteht für gewöhnlich so wenig Unterschied, dass kaum Grund zur Eitelkeit vorliegt.

    Charles-Louis de Secondat

  10. Das Talent des Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch sein Talent übertroffen, ihn zu zerstören.

    Theodor Heuss

  11. Mit dem Hunger nach der Unendlichkeit wird der Mensch geboren; er spürt ihn früh; aber wenn er in die Jahre des Verstandes kommt, erstickt er ihn meistens leicht und schnell.

    Wilhelm Raabe

  12. Der Mensch hat die Gabe, aus jedem Ort ein Paradies zu machen.

  13. Der Mensch - das Augenwesen - braucht das Bild.

    Leonardo da Vinci

  14. Das Menschenherz ist ein Kirchhof begrabener Hoffnungen.

    Peter Sirius

  15. Ein reizbarer Mensch gleicht einem verkehrt eingerollten Igel, der sich mit seinen eigenen Stacheln peinigt.

    Albert Schweitzer

  16. Peinlich ist es zu kämpfen mit einem Menschen, der zur Niederlage bereit ist.

    Seneca

  17. Kleider machen Leute, aber keine Menschen.

  18. Die unterhaltendste Fläche auf der Erde für uns ist die vom menschlichen Gesicht.

    Georg Christoph Lichtenberg

  19. Es gibt mehr Leute, die kapitulieren, als solche, die scheitern.

    Henry Ford

  20. Der Mensch wird ohne Grundsätze geboren, aber mit der Fähigkeit, sie alle aufzunehmen.

    Voltaire