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Sprüche über Mensch

938 Sprüche — Seite 29

Zwischen Vernunft und Irrtum, Mitgefühl und Überheblichkeit bewegt sich das Bild vom Menschen seit jeher. Kein anderes Wesen kann so viel erschaffen, zerstören, hoffen, erinnern und sich zugleich über sich selbst täuschen. Darin liegt die Faszination dieses Themas, das nie nur Bewunderung, sondern immer auch Selbstprüfung verlangt.

Seine Widersprüchlichkeit ist kein Makel am Rand, sondern der eigentliche Kern des Menschseins. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Würde und Schwäche, Verantwortung und Verblendung und zeigen, wie eng Größe und Fehlbarkeit im menschlichen Wesen miteinander verflochten sind.

  1. Den Mitmenschen Freude machen ist doch das Beste, was man auf der Welt tun kann.

    Peter Rosegger

  2. Der Mensch hat neben dem Trieb der Fortpflanzung und dem zu essen und zu trinken zwei Leidenschaften: Krach zu machen und nicht zuzuhören.

    Kurt Tucholsky

  3. Sparsamkeit in allen Dingen ist die vernünftige Handlung eines rechtdenkenden Menschen.

    Immanuel Kant

  4. Und im Glück, im Genuss wird der Mensch nicht wachsen, in dem will er immer stillestehen.

    Bettina von Arnim

  5. Klatschen heißt anderer Leute Sünden beichten.

    Wilhelm Busch

  6. Der Mensch muß das Recht suchen und das Glück kommen lassen

    Johann Heinrich Pestalozzi

  7. Wenn es auf der Erde nur ein einziges Beispiel des Glücks gibt, so findet es sich im rechtschaffenen Menschen.

    Jean-Jacques Rousseau

  8. Ich habe gefunden, dass Menschen mit Geist und Witz auch immer eine feine Zunge besitzen; jene aber mit stumpfem Gaumen beides entbehren.

    Voltaire

  9. Der Fortschritt von Fluss zu Ozean ist weniger schnell als der von Mensch zu Irrtum.

    Voltaire

  10. Religion ist die Poesie der unpoetischen Menschen.

    Franz Grillparzer

  11. Ein freier Mensch denkt über nichts weniger nach als über den Tod; seine Weisheit besteht nicht im Denken über den Tod, sondern über das Leben.

    Baruch de Spinoza

  12. Die Natur versteht keinen Spass, sie ist immer wahr, sie hat immer recht, und die Fehler und Irrtümer sind immer die der Menschen

    Johann Wolfgang von Goethe

  13. Die Lebenserfahrung ist eine unwiderlegbare Autorität. Und sie besagt, dass Ideale den Menschen lebendiger und lebensfroher machen.

    Michail Kalinin

  14. Offenbar ist der Mensch zum Denken bestimmt - das ist seine Würde und Größe, seine Pflicht aber ist es, richtig zu denken.

    Blaise Pascal

  15. In jedem Menschen stecken unzählige Möglichkeiten. Es wäre schade, sie brachliegen zu lassen.

    Rainer Haak

  16. Der Mensch trägt seine Überlegenheit innen, die Tiere ihre außen.

  17. Wie wenig irdischen Besitz man auch hat, der Mensch soll doch nicht mit seinem Herzen an ihm hängen.

    Mechthild von Magdeburg

  18. Übrigens hat man, wenn man es zeitenweis bei den Menschen nicht mehr aushält, die Tiere.

    Friedrich Vischer

  19. Wenn der Mensch nur erst so weit wäre, seinem eigenen Genie zu trauen!

    Bettina von Arnim

  20. Der wahre Mensch ist immer traurig; seine Freuden sind Blitze in der Nacht

    Johann Jakob Wilhelm Heinse