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Sprüche über Mensch

938 Sprüche — Seite 47

Zwischen Vernunft und Irrtum, Mitgefühl und Überheblichkeit bewegt sich das Bild vom Menschen seit jeher. Kein anderes Wesen kann so viel erschaffen, zerstören, hoffen, erinnern und sich zugleich über sich selbst täuschen. Darin liegt die Faszination dieses Themas, das nie nur Bewunderung, sondern immer auch Selbstprüfung verlangt.

Seine Widersprüchlichkeit ist kein Makel am Rand, sondern der eigentliche Kern des Menschseins. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Würde und Schwäche, Verantwortung und Verblendung und zeigen, wie eng Größe und Fehlbarkeit im menschlichen Wesen miteinander verflochten sind.

  1. Jeder Mensch ist ein anderes Land

  2. Die Mixtur, Mensch genannt, ist wohl das tollste Ragout, welches je einem himmlischen Kochbuch entschlüpfte

    Graf Karl Christian Ernst von Bentzel-Sternau

  3. Der Mensch sagt: Die Zeit vergeht. Die Zeit sagt: Der Mensch vergeht.

  4. Der Mann ist der Interpret der Natur, die Wissenschaft ist die richtige Interpretation

    William Whewell

  5. Der Mensch bleibt in kritischen Situationen selten auf seinem gewohnten Niveau. Er hebt sich darüber oder sinkt darunter.

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

  6. Mancher Mensch gibt nur dann Beweise seiner Stärke, wenn es sich um seine Schwäche handelt.

    Joszef Freiherr von Eötvös

  7. Je höher der Mensch steigt, desto mehr sollte er, wie die Sonne, nicht nur glänzen, sondern auch wärmen.

    Theodor Toeche-Mittler

  8. Menschen zu helfen, ist doch der einzige Gottesdienst, den es gibt. Mit nichts kann der Mensch sonst Gott einen Dienst erweisen. Aber damit kann er's wirklich. Damit allein.

    Heinrich Lhotzky

  9. Es ist gut, wenn ein tüchtiger Mensch verleumdet wird. Das dient seiner Sache.

    Paul Olaf Bodding

  10. Der Mensch wird schöpferisch in Verbindung mit Gott.

    Paul Olaf Bodding

  11. Sei Mensch und ehre Menschenwürde

    Robert Bosch

  12. Der Mensch ist ein kleines Ding, man hat ihn bald auswendig gelernt, wenn man mit ihm vertraut wird.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  13. Den aufrechten Gang hat der Mensch schon in seinen Anfängen gelernt, aber er macht ihm jetzt noch zu schaffen.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  14. Der Mensch hat das Netz des Lebens nicht gewebt, er ist nur ein Faden darin. Was immer er ihm antut, tut er sich selbst an.

  15. Die Tiere fliehen den Menschen, weil sie Gottes Bildnis im Menschen nicht mehr erkennen können.

    Manfred Kyber

  16. Es muss doch an jedem Menschen etwas Wertvolles sein, dass man ihn zuletzt wie einen Schatz vergräbt.

    August Pauly

  17. Jeder Mensch hat seinen Preis.

    Robert Walpole, Earl of Orford

  18. Die Feder ist eine starke Waffe. Aber der Mensch kann sich damit sehr viel leichter töten als andere.

    George Prentice Denison