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Sprüche über Mensch

938 Sprüche — Seite 10

Zwischen Vernunft und Irrtum, Mitgefühl und Überheblichkeit bewegt sich das Bild vom Menschen seit jeher. Kein anderes Wesen kann so viel erschaffen, zerstören, hoffen, erinnern und sich zugleich über sich selbst täuschen. Darin liegt die Faszination dieses Themas, das nie nur Bewunderung, sondern immer auch Selbstprüfung verlangt.

Seine Widersprüchlichkeit ist kein Makel am Rand, sondern der eigentliche Kern des Menschseins. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Würde und Schwäche, Verantwortung und Verblendung und zeigen, wie eng Größe und Fehlbarkeit im menschlichen Wesen miteinander verflochten sind.

  1. Der Mensch wird - wie der Bach - krumm, wenn er stets nur den geringsten Widerstand sucht.

  2. Kein Mensch ist so arm, dass er nichts besäße, was zu geben sich lohnt

    — Henry Wadsworth Longfellow

  3. Der Mensch rechnet immer das, was ihm fehlt, dem Schicksal doppelt so hoch an als das, was er besitzt.

    — Gottfried Keller

  4. Wer die Grausamkeit der Natur und der Menschen einmal erkannt hat, der bemüht sich, selbst in kleinen Dingen, wie dem Niedertreten des Grases, schonungsvoll zu sein.

    — Christian Morgenstern

  5. Es sind nicht die Tatsachen selbst, die menschliches Verhalten steuern, sondern es ist die Meinung, die sich der Mensch über Tatsachen bildet.

    — Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt

  6. Der Mensch steht heute vor der Alternative: Untergang des Menschen oder Wandlung des Menschen.

    — Karl Theodor Jaspers

  7. Mäßigkeit und Arbeit sind die wahren Ärzte des Menschen

    — Jean-Jacques Rousseau

  8. Erstaunlich, dass der Mensch nur hinter einer Maske ganz er selbst ist.

    — Edgar Allan Poe

  9. Mensch lerne, lerne, frage, frage und schäm dich nicht zu lernen und zu fragen.

    — Philippus Theophrastus Paracelsus

  10. Jeder Mensch hat seine guten Seiten. Man muss nur die schlechten umblättern.

    — Friedrich Georg Jünger

  11. Menschen sind wie Grundstücke: Manchmal ist eine Goldader darin, und der Besitzer weiß es nicht.

    — Jonathan Swift

  12. Nur wer den Menschen liebt, wird ihn verstehen. Wer ihn verachtet, wird ihn nicht einmal sehen

    — Christian Morgenstern

  13. Endlich weiß ich, was den Menschen vom Tier unterscheidet: Geldsorgen.

    — Jules Renard

  14. Der Mensch ist nicht das Produkt seiner Umgebung. Vielmehr ist seine Umgebung ein Produkt des Menschen.

    — Benjamin Disraeli

  15. Die beste Arznei für den Mensch ist der Mensch. Der höchste Grund dieser Arznei ist die Liebe.

    — Philippus Theophrastus Paracelsus

  16. Der Mensch sollte lesen, wozu es ihn gerade treibt; was er nur aus Pflichtgefühl liest, wird ihm wenig nützen.

    — François de la Rochefoucauld

  17. Ein weiser Mensch wird auch in der Konversation keinen Charakter erheucheln, der ihm unnatürlich ist; wenn er ernst ist, wird er nicht vorgeben fröhlich zu sein, und wenn er fröhlich ist, wird er nich …

    — Adam Smith

  18. Die Gedanken eines Menschen sind sein Königreich.

  19. Das Tier wird durch seine Organe belehrt, der Mensch belehrt die seinigen und beherrscht sie.

    — Johann Wolfgang von Goethe

  20. Die Sache der Tiere steht höher für mich als die Sorge, mich lächerlich zu machen, sie ist unlösbar verknüpft mir der Sache der Menschen.

    — Emile Zola