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Sprüche über Mensch

938 Sprüche — Seite 9

Zwischen Vernunft und Irrtum, Mitgefühl und Überheblichkeit bewegt sich das Bild vom Menschen seit jeher. Kein anderes Wesen kann so viel erschaffen, zerstören, hoffen, erinnern und sich zugleich über sich selbst täuschen. Darin liegt die Faszination dieses Themas, das nie nur Bewunderung, sondern immer auch Selbstprüfung verlangt.

Seine Widersprüchlichkeit ist kein Makel am Rand, sondern der eigentliche Kern des Menschseins. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Würde und Schwäche, Verantwortung und Verblendung und zeigen, wie eng Größe und Fehlbarkeit im menschlichen Wesen miteinander verflochten sind.

  1. Früher oder später, aber gewiss immer, wird sich die Natur an allem Tun der Menschen rächen, das wider sie selber ist.

    Johann Heinrich Pestalozzi

  2. Humor ist die Fähigkeit, an den Auswüchsen der menschlichen Natur Gefallen zu finden.

    William Somerset Maugham

  3. Der Himmel auf Erden ist überall, wo ein Mensch von Liebe zu Gott, zu seinen Mitmenschen und zu sich selbst erfüllt ist.

    Hildegard von Bingen

  4. Das menschliche Denken ist wie eine trübe Flüssigkeit, die sich im Laufe der Jahrhunderte langsam klärt.

    Christian Morgenstern

  5. Die Kunst ist ein Luxus, den der Mensch braucht.

    Bertolt Brecht

  6. Der Mensch ist am phantasievollsten in seinen Rechtfertigungen.

    Ernst Moritz Arndt

  7. Im Kampf gegen die Wirklichkeit hat der Mensch nur eine Waffe: die Fantasie.

    Théophile Gautier

  8. Katzen erreichen mühelos, was uns Menschen versagt bleibt - durchs Leben zu gehen, ohne Lärm zu machen.

    Ernest Miller Hemingway

  9. Humanität besteht darin, dass niemals ein Mensch einem Zweck geopfert wird.

    Albert Schweitzer

  10. Ein gesunder Mensch ohne Geld ist halb krank.

    Johann Wolfgang von Goethe

  11. Beim Menschen ist kein Ding unmöglich, im Schlimmen wie im Guten

    Christian Morgenstern

  12. Mensch lerne, lerne, frage, frage und schäm dich nicht zu lernen und zu fragen.

    Philippus Theophrastus Paracelsus

  13. Das Tier wird durch seine Organe belehrt, der Mensch belehrt die seinigen und beherrscht sie.

    Johann Wolfgang von Goethe

  14. Wer die Grausamkeit der Natur und der Menschen einmal erkannt hat, der bemüht sich, selbst in kleinen Dingen, wie dem Niedertreten des Grases, schonungsvoll zu sein.

    Christian Morgenstern

  15. Seine Seele zeigt der Mensch nur in seinem Tun

    Reinhold Messner

  16. Der Mensch rechnet immer das, was ihm fehlt, dem Schicksal doppelt so hoch an als das, was er besitzt.

    Gottfried Keller

  17. Es ist menschlich, verärgert zu sein, aber es ist nicht recht, in diesem Ärger zu beharren.

    Vincent van Gogh

  18. Der Mensch ist der Spiegel der Welt. Von ihm hängt es ab, ob das Spiegelbild klar oder beschlagen ist.

    Wilhelm Raabe

  19. Die Weisheit eines Menschen misst man nicht nach seiner Erfahrung, sondern nach seiner Fähigkeit, Erfahrungen zu machen.

    George Bernard Shaw

  20. Menschen sind wie Grundstücke: Manchmal ist eine Goldader darin, und der Besitzer weiß es nicht.

    Jonathan Swift