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Sprüche über Mensch

938 Sprüche — Seite 40

Zwischen Vernunft und Irrtum, Mitgefühl und Überheblichkeit bewegt sich das Bild vom Menschen seit jeher. Kein anderes Wesen kann so viel erschaffen, zerstören, hoffen, erinnern und sich zugleich über sich selbst täuschen. Darin liegt die Faszination dieses Themas, das nie nur Bewunderung, sondern immer auch Selbstprüfung verlangt.

Seine Widersprüchlichkeit ist kein Makel am Rand, sondern der eigentliche Kern des Menschseins. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Würde und Schwäche, Verantwortung und Verblendung und zeigen, wie eng Größe und Fehlbarkeit im menschlichen Wesen miteinander verflochten sind.

  1. Manche Menschen reisen hauptsächlich in den Urlaub, um Ansichtskarten zu kaufen, obwohl es doch vernünftiger wäre, sich diese Karten kommen zu lassen.

    Robert Musil

  2. Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört, es müsse sich dabei doch auch was denken lassen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  3. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern hauptsächlich von Schlagworten.

    Robert Louis Stevenson

  4. Es war im schönen Karneval, wo, wie auch sonst und überall, der Mensch mit ungemeiner List zu scheinen sucht, was er nicht ist.

    Wilhelm Busch

  5. Wer keinen Charakter hat, ist kein Mensch; er ist nur eine Sache.

    Nicolas Chamfort

  6. Ein guter Mensch ist immer ein Anfänger.

    Martial

  7. Das Leben geschieht in größeren Zusammenhängen, als sie der Mensch fügen und verstehen kann.

    Alfred Friedrich Delp

  8. Sage mir, mit wem du umgehst, und ich werde dir sagen, wer er ist.

    Ludwig Marcuse

  9. Die Menschen verkommen, wenn sie kein Festtagskleid anziehen.

    Thomas Carlyle

  10. Es gibt zwei Arten guter Menschen: Die Toten und die Ungeborenen.

  11. Wer den Willen des Himmels nicht kennt, der ist kein edler Mensch.

    Konfuzius

  12. Der Mensch zerfällt in zwei Teile. Einen männlichen, der nicht denken will, und einen weiblichen, der nicht denken kann.

    Kurt Tucholsky

  13. Gott hat die Esel geschaffen, damit sie dem Menschen zum Vergleich dienen können.

    Christian Johann Heinrich Heine

  14. Dem Menschen ist ein Mensch noch immer lieber als ein Engel.

    Gotthold Ephraim Lessing

  15. Advent ist eine Zeit der Erschütterung, in der der Mensch wach werden soll zu sich selbst.

    Alfred Friedrich Delp

  16. Die Liebe ist unser eigentliches Lebenselement. Fehlt die Liebe, so verkümmern und entarten die Menschen. Leben sie von ihr, so gedeihen sie und bleiben jung.

    Johannes von Müller

  17. Nirgends strapaziert sich der Mensch mehr als bei der Jagd nach Erholung.

    Laurence Sterne

  18. Eine Vernunftehe schließen heißt in den meisten Fällen, alle seine Vernunft zusammenzunehmen, um die wahnsinnigste Handlung zu begehen, die ein Mensch begehen kann.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  19. Hilf heute einem anderen Menschen. Dadurch werden deine Freude und Begeisterung gestärkt

  20. Wer die Eitelkeit der Menschen gründlich kennen lernen will, braucht nur die Ursachen und die Wirkungen der Liebe betrachten.

    Blaise Pascal