Sprüche über Mensch
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Zwischen Vernunft und Irrtum, Mitgefühl und Überheblichkeit bewegt sich das Bild vom Menschen seit jeher. Kein anderes Wesen kann so viel erschaffen, zerstören, hoffen, erinnern und sich zugleich über sich selbst täuschen. Darin liegt die Faszination dieses Themas, das nie nur Bewunderung, sondern immer auch Selbstprüfung verlangt.
Seine Widersprüchlichkeit ist kein Makel am Rand, sondern der eigentliche Kern des Menschseins. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Würde und Schwäche, Verantwortung und Verblendung und zeigen, wie eng Größe und Fehlbarkeit im menschlichen Wesen miteinander verflochten sind.
Man darf nur die meisten Menschen bestimmt nötig haben, um sogleich ihre Bösartigkeit zu wecken.
— Johann Gottfried Seume
Ein konsequenter Mensch glaubt an das Schicksal, ein launenhafter an den Zufall.
— Benjamin Disraeli
Der Mensch befindet sich niemals im Besitz uneingeschränkter Freiheit, sondern er besitzt nur eine zweiter Ordnung, zum Beispiel steht es ihm frei, das oder das zu essen, nicht aber, überhaupt nicht z …
— Antoine de Rivarol
Der Mensch ist ein Geheimnis. Man muß es enträtseln, und wenn du es ein ganzes Leben lang enträtseln wirst, so sage nicht, du hättest die Zeit verloren. Ich beschäftige mich mit diesem Geheimn …
— Fjodor M. Dostojewski
Der schlimmste der Menschen ist der, wer keine Entschuldigung annimmt, keine Sünde deckt und keinen Fehler vergibt.
Es gibt ein altes Sprichwort: Ein Ermüdeter sucht Streit. Dasselbe gilt vom Hungrigen und Durstigen und überhaupt von jedem Menschen, den etwas quält.
— Seneca
Der Mensch ist von einer Kompliziertheit, die nur Individualitäten zuläßt.
— Friedrich Dürrenmatt
Man kann die Menschen entbehren, aber es bedarf eines Freundes.
Der Mensch ist einmal so von Gott geartet, daß er der Liebe nicht entraten kann und nicht entbehren soll, und zwar sein ganzes Leben hindurch
— Adolph Kolping
Nur Religion macht ein Volk; wo die Menschen keine Religion haben, da ist nur Masse
— Carl Friedrich Paul Ernst
Ohne Argwohn zu sein ist den meisten Menschen fast so, wie ohne Verstand zu sein.
— Ludwig Marcuse
Was ist der Affe für den Menschen? Ein Gelächter oder eine schmerzliche Scham.
— Friedrich Nietzsche
Gerade bei Kleinigkeiten, bei welchen der Mensch sich nicht zusammennimmt, zeigt er seinen Charakter.
— Arthur Schopenhauer
Vieles kann der Mensch entbehren, nur den Menschen nicht
— Ludwig Börne
Doch jeder Jüngling hat wohl mal 'n Hang fürs Küchenpersonal, und sündhaft ist der Mensch im ganzen! ...
— Wilhelm Busch
Das beste Mittel, jeden Tag gut zu beginnen: beim Erwachen daran denken, ob man nicht wenigstens einem Menschen eine Freude machen könnte
— Friedrich Nietzsche
Jeder Mensch ist ein besonderer Gedanke Gottes.
— Paul de Lagarde
Der Mensch ist der Faktor, der nie ganz aufgeht
— Friedrich Dürrenmatt
Vieles Gewaltige lebt, und nichts ist gewaltiger als der Mensch.
— Sophokles
Wären die Menschen in ihrem kleinen Garten geblieben, so hätten wir eine andere Vorstellung von Glück und Unglück als die, die wir jetzt haben.
— Charles-Louis de Montesquieu