April Sprüche
1551 Sprüche — Seite 23
Der April treibt sein Spiel. Treibt er's toll, wird die Tenne voll.
Bringt der April noch Schnee und Frost, gibt's wenig Heu und sauren Most.
Ein nasser April verspricht der Früchte viel.
Wohl hundertmal schlägt das Wetter um, das ist des Aprils Privilegium
April windig und trocken, macht alles Wachstum stocken.
Aprilschnee düngt, Märzenschnee frisst.
Der Mensch, der gleicht dem Aprilwetter, welches bald schön, bald wild, bald warm, bald kalt, bald trocken, bald naß, bald Sonne, bald Regen, bald Riesel, bald Schnee, bald Blumen, bald Klee.
— Abraham a Sancta Clara
Regen auf Walpurgisnacht, hat stets ein gutes Jahr gebracht. (30. April)
Walpurgisfrost ist schlechte Kost. (30. April)
Friert es am Tag von St. Vital, friert es wohl noch 15 mal. (28. April)
Der Mann ist April, wenn er verliebt, und Dezember, wenn er verheiratet ist
Wenn vor Georgi Regen fehlt, wird man nachher damit gequält. (22. April)
St. Ambrosius man Zwiebeln säen muss. (04. April)
Ist St. Vinzenz Sonnenschein, gibt es vielen guten Wein. (05. April)
Ist's um Amandus schön, wird der Sommer keine Dürre seh'n. (08. April)
Wenn's viel regnet am Amandustag, ein dürrer Sommer folgen mag. (08. April)
Am Tiburtiustag, alles grünen mag. (14. April)
Grüne Felder am Tiburtiustag, die ziehen viel Getreide nach. (14. April)
Tiburtius kommt uns sehr gelegen mit seinem grünen Blättersegen. (14. April)
Regnet's stark zu Albinus, macht's dem Bauern viel Verdruss. (16. April)
Auf des heiligen Peters Fest sucht der Storch sein Nest. (27. April)
Regnet's vorm Georgitag, wäret lang des Segens Plag'. (22. April)
Auf St. Georgs Güte, stehen alle Bäume in Blüte. (23. April)
Zu St. Georg soll sich's Korn so recken, dass sich kann eine Krähe verstecken. (23. April)
Wenn's friert an St. Fidel, bleibt's 15 Tage noch kalt und hell. (24. April)
Bauen um Markus schon die Schwalben, so gibt's viel Futter, Korn und Kalben. (25. April)
Leg erst nach Markus Bohnen, er wird's dir reichlich lohnen. (25. April)
Vor dem Markustag sich der Bauer hüten mag. (25. April)
Was St. Markus an Wetter hält, so ist's auch mit der Ernte bestellt. (25. April)
Indem der Mensch die Natur entmachtet, entzieht sie ihm die Bekömmlichkeit
So wie die Rosen blühen, so blühe auch dein Glück. Und wenn du Rosen siehst, so denk an mich zurück!
Bei Vollmondschein und Becherklang ertönt so froh der Liedersang. Wer Vollmondschein nicht liebt und ehrt, ist auch den Sonnenschein nicht wert.
Ein Esel sollte immer auf der Weide sein, denn wo er frißt, da wächst es, wo er sch-, da düngt er's, wo er seicht, da wässert er's und wo er sich wälzt, da zerbricht er die Schollen.
Die Frösche sind allweg des Storchen Speise.
Die Gänse gehen überall barfuß.
Gibt Gott Häschen, so gibt er auch Gräschen.
Beschert Gott den Hasen, beschert er auch den Rasen.
Die Liebe ist wie der Tau, sie fällt auf Rosen und Kuhfladen.
Wenn der Löwe brüllt, so zittert der Wald.
Das Pferd stirbt oft, eh das Gras wächst.