Sprüche über Geld
760 Sprüche — Seite 15
Kaum etwas ordnet den Alltag so nüchtern und beeinflusst zugleich so stark die Vorstellungen von Freiheit, Sicherheit und Ansehen wie Geld. Es erleichtert vieles, ersetzt aber weder Sinn noch Charakter und wird gerade dadurch zu einem aufschlussreichen Maßstab menschlicher Wünsche. Deshalb ist dieses Thema stets auch ein moralisches.
Seine Ambivalenz zeigt sich darin, dass es nützen und verführen, schützen und entstellen kann. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach Maß, Wert und Abhängigkeit und erinnern daran, dass Reichtum ohne innere Ordnung oft ärmer wirkt als Bescheidenheit mit klarem Blick für das Wesentliche.
Man braucht im Leben nicht nur Geld allein, man braucht auch Liebe, Freude, Glück - von allem wünsche ich dir ein Stück!
— Francois Rabelais
Das erste, was Kinder in der Schule lernen, ist, dass andere Kinder mehr Taschengeld bekommen als sie.
Es gibt Leute, die geizen mit ihrem Verstand wie andere mit ihrem Geld
— Ludwig Börne
Wenn Sie einen schweizer Bankier aus dem Fenster springen sehen, dann springen sie hinterher. Es gibt bestimmt etwas zu verdienen
— Voltaire
Tatsächlich ist die Dankbarkeit eine Schuld, die gewöhnlich sogar anwächst; Darin gleicht sie der Erpressung: Je mehr man bezahlt, desto mehr wird gefordert.
— Mark Twain
Schulden sind das einzige, was man ohne Geld machen kann!
Wenn ein Geizhals Geld ausgibt, verliert er Blut.
Da sie nur Lehrer für 600 Mark sich leisten können, bleiben die Völker so dumm, dass sie sich Kriege für 60 Millionen leisten müssen
— Christian Morgenstern
Das Aufstellen eines Budgets ist die Kunst, Enttäuschungen gleichmäßig zu verteilen.
— Laurence Sterne
Lächeln ist billiger als elektrischer Strom und gibt mehr Licht.
Das Geld ist der größte Fluch der Menschheit.
— Sophokles
Sieht ein Amtsdiener Geld, gleicht er einer Fliege, die Blut gerochen hat.
Die Zeit ist ein so kostbares Gut, dass man sie nicht einmal für Geld kaufen kann
Geld allein setzt die ganze Welt in Bewegung
— Publius Syrus
Mit Geld kannst du die Götter bewegen, ohne Geld nicht einen Mann.
Hast du Glück im Spiel, hast du Geld für die Liebe
Das ist die undankbare Stellung des Vaters in der Familie. Aller Versorger, aller Feind.
— August Strindberg
Arbeit und Sparen macht reiche Knechte.
Geld vor - Recht nach.
Es ist kein Mensch so reich, dass er nicht zuweilen etwas schuldig bliebe und kein Mensch so arm, dass er nicht zuweilen etwas leihen würde.
— Francois Rabelais